Lebensmittelverschwendung ist im Sinne der momentanen Nachhaltigkeitsdiskussion ein No Go. Für mich war es das schon immer. Wenn ich etwas teuer einkaufe, dann möchte ich nichts davon wegwerfen müssen. Ich führe seit 1 Jahr eine Kalorienapp. Das hilft mir, den Überblick über meine Essensgewohnheiten und über meinen Kalorienverbrauch zu behalten. Und außerdem schreibe ich eine Monatsessensplanung in mein Handy und das hilft mir, den Überblick über meine Vorräte zu behalten. Am Anfang des Monats mache ich eine Bestandsaufnahme von meinen Vorräten im Kühlschrank, Tiefkühler und trockenen Vorräten, überlege je nach Jahreszeit, was ich regional an Gemüse und Obst, Fisch und Fleisch einkaufen möchte und erstelle dann einen Monatsplan. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. Mir hilft es sehr und außerdem ist der Plan sehr flexibel. Da verschiebt sich ein Gericht schon mal ein paar Wochen nach hinten raus.
Und das, was übrig bleibt an Lebensmitteln, verwerte ich als Meal Prep. Das hört sich so blöd an, dieses Wort. Ist ja nix anderes, als nichts Wegzuwerfen und aus vorhandenen Lebensmitteln etwas Neues haltbares herzustellen. Eigentlich habe ich das schon immer so gemacht, aus vorhandenen Vorräten etwas herstellen, was man lagern kann. Leider fehlt mir ein Keller in dem eine Lagerung möglich ist, aber dank Tiefkühltruhe und Kühlschrank klappt es auf kleinstem Raum auch so.
In dieser Kiste befindet sich als Meal Prep folgendes von oben rechts nach unten links 1. Croutons Ich habe altes Weissbrot in Olivenöl mit Knoblauchwürfeln kross gebraten, abkühlen lassen, gesalzen und in Gläser füllen. Im Vorratsschrank gelagert hält das Wochen. Was mache ich damit? Als Croutons über einen Salat Als Topping über eine Suppe, super passt es zu Tomatensuppe Über Pasta als crunchy obendrauf Zu Omelette oder Rührei zusammen z.B mit Tomaten und frischen Kräutern Passt auch super in einen Salat, z.B. meinen momentanen Lieblingssalat mit Bohnen und Schafskäse Zum so Knabbern am Abend zu Rotwein oder so ;) 2. Gemüsebrühebasis Wenn ich eine große Menge an Gemüse übrig habe, dann stelle ich meine Basis für Gemüsebrühe her. Ein Ofenrezept dafür ist hier. Ich mache es mir aber jetzt einfach und mixe alle Gemüsesorten klein und gebe Meersalz dazu. Einfach das Gemüse schälen, grob schneiden und je 1 kg Gemüse 100 g Meersalz in einen Mixer geben. Mixen, in sterilisierte Gläser abfüllen, fertig. Hält im Kühlschrank mindestens 4 Monate. Was mache ich damit? Als Basis für Suppen und als Basis für Saucen röste ich das Gemüse in etwas Öl an und gebe dann die restlichen Zutaten dazu, wie Zwiebeln, Gemüse, Tomaten etc. Als Basis für Fonds, wenn ich z.B. Gulasch machen würde, was ich derzeit ja nicht mache, dann würde ich in den Saucenfond das Gemüse dazu geben, aufköcheln lassen und abbinden mit Sahne oder Creme fraiche etc. Geht auch mit vegetarischen Fonds, wie z.B. hier
3. Pesto Selbstgemachtes Pesto habe ich immer im Kühlschrank. Ich kaufe seit Jahren kein fertiges Pesto mehr. Die Basis dafür besteht immer aus Parmesan, Nüssen, Olivenöl und Salat, Kräutern, wie Rucola, Feldsalat, Basilikum oder Gemüse oder Pilze etc. Ein Überblick über meine bisherigen Pestorezepte findet ihr hier Was mache ich damit? Ganz klassisch zu Pasta mit Parmesan, ein schnelles Essen oder in Aufläufe, aufs Brot, für Bruscetta, 1 Tl als Grundlage für ein leckeres Salatdressing, Pesto passt immer und zu allem. 4. Selbstgemachte Marmelade Schmeckt mir besser als gekaufte. Wenn ich die Möglichkeit habe günstig saisonales Obst zu bekommen, dann stelle ich Marmelade her. Diese Pfirsich Marmelade passt nicht nur aufs Brötchen sondern auch zu Käse. 5. Eingelegter Schafskäse Schafskäse ist für mich ein Grundnahrungsmittel, ich liebe den einfach und er passt zu allem und immer. Mein Rezept findet ihr hier. Was mache ich damit? Mit Tomaten und Baguette zum Abendessen oder einfach so Über Pasta gestreut Über Suppen als Topping Zum Salat dazu oder mittendrin Kurz im Ofen erwärmt mit Antipasti zum Mittagessen im Sommer Über Omelette, Rührei, Backkartoffeln oder Gemüse 6. Pilzpesto Besteht aus Champignons die vom Braten übrig geblieben sind und Creme fraiche mit Gewürzen nach Wunsch vermengt, abgefüllt in einem Glas mit Deckel und ab in den Kühlschrank. Was mache ich damit? Das Pilzpesto steht stellvertretend für alle Möglichkeiten der Resteverwertung im Glas, was nur kurz haltbar ist. Gebratenes Gemüse mit Öl oder Creme fraiche, Gewürze wie Knoblauch, Chili usw. dazu mischen. Abfüllen in ein Glas, Deckel drauf, in den Kühlschrank und innerhalb einer Woche essen zu Pasta, Kartoffeln, Reis oder aufs Brot. 7. Fetasalat Salat aus Gemüse mit Schafskäse, wie z.B. Mais, Kidneybohnen, grüne Bohnen, übrig gebliebenes Gemüse, Tomaten, Oliven, Salatgurke, Karotten usw. Abgefüllt in Gläsern hält sich der Salat ca. 2 Wochen im Kühlschrank. Was mache ich damit? Abends essen ohne Brot dazu, macht satt und hilft mir, wenn ich nicht so viele Kalorien am Abend zu mir nehmen möchte. Meal Prep ist dieses Jahr für mich ein Vorsatz. Ich möchte gerne endlich mein Hochbeet dazu bringen, dass es mir Gemüse zum Ernten bringt (ichnullgrünerdaumenichheul). Und ich möchte gerne mal ausprobieren, was mit frischen Lebensmitteln wie z.B. Tomaten oder anderen Gemüsesorten, die ich bei meinem Lieblingsgemüsehof im Sommer zum Spottpreis einkaufen kann alles möglich ist. Billig, weil krumm, unansehlich mit Druckstellen etc. dort auch verkauft wird, was ich supertoll finde. Ich habe letzes Jahr krumme Gurken, krumme Zucchini und angedatschte Tomaten für einen sehr günstigen Preis bekommen in Bio-Qualität. Vielleicht gibt es das bei euch auf einem Gemüsehof auch? Das wäre doch was tolles in Sachen Nachhaltigkeit und Lebensmittelverschwendung. Und für Meal Prep braucht man nur Zeit und etwas Platz.
Habt ihr Lust auf einen kleinen Abendessen Rundgang? Wollt ihr wissen, was ich die letzten Wochen Abends gegessen habe? Radieschenbutter, Schafskäse-Senfcreme, rote Linsenpaste mit Ingwer hatten wir schon. Jetzt zeige ich euch einige Alternativen zum klassischen "Brotmitwasdruff". Unter jedem Foto steht eine Auflistung der Zutaten als Anregung zum "Nachbasteln".
Gemischter Blattsalat mit Tomaten, Avocado, Champignons, Dressing aus 2 EL Olivenöl, 1 EL Himbeeressig, Senf, Salz und Pfeffer
Goudakäse-Würfel, Oliven, Bauernbrotscheiben mit Olivenöl beträufeln, Knoblauch drauf und im Backofen rösten
Butterbrot, Käsewürfel mit Paprikapulver, Kräuterquark (Quark mit Mineralwasser cremig rühren, Salz, Pfeffer, verschiedene gemischte frische Kräuter) Tomaten mit Olivenöl und Basilikum, Oliven
Butterbrot, Käsespieß, Tomaten-Mozzarella-Spieß, Basilikum, Spargelsalat (gekochter Spargel mit Schnittlauch, Salz, Pfeffer, Weissweinessig und Olivenöl marinieren)
Gemischte Salatplatte (Kopfsalat, Rucola, Avocado, Champignons, Weinbergpfirsich, Cocktailtomaten, Basilikum, in Olivenöl gebratene Auberginen und Zucchinischeiben, Dressing aus 2 EL Olivenöl, 1 EL Himbeeressig, Salz und Pfeffer) und Quiche Lorraine. Das war es. Ich glaube, ich habe fürs erste genug das Abendbrot gerettet. Demnächst wird wieder gekocht.
Abendessen fällt gerade aus. Ich rette zwar immer noch das Abendbrot aber so einfach ist das nicht, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich habe getestet: Aufstriche mit Creme fraiche und Gemüse, brrr, flüssig, geht gar nicht. Aufstrich mit Banane und Curry, wird nett beige in der Farbe, uaaaah. Kartoffelaufstrich, neee schmeckt nicht.
Außerdem habe ich zur Zeit null Lust zu Kochen. Glaubt ihr nicht, tja, auch bei mir kommt das manchmal vor. So, Abendbrot wird nicht gerettet, Kochen ist nicht. Was ist denn daaaaa los?
Der Nähwahn ist ausgebrochen. So quasi über Nacht. Ich habe meine Stoffe vorletztes Wochenende ausgemistet und konnte nix wegwerfen. Ich liebe Stoffe. Jetzt liegen die da so rum im dunklen Kämmerlein seit Jahren. Und ich nähe eigentlich sehr gerne, das entspannt so. Ich muss mich dabei so konzentrieren, dass ich nichts anderes mehr im Kopf habe. Einen Haufen Stoff, zu schade zum Entsorgen. Und ich wollte schon jahrelang ein Plaid nähen. Wenn nicht jetzt, wann dann!!!!!!!!!!!
Tataaaaaa. Das ist der Entwurf. Mein Entwurf, alles selbst komponiert. Ich muss das visualisieren, sonst kann ich mir das nicht vorstellen (Wolkenmann hat sich kaputt gelacht, hmmmpppffff!!!! wie ich so stundenlang da saß und die Ministöffchen geklebt habe). Und, es passt, yeah. Die Decke wird riesig, wenn schon denn schon, 2,24 Meter auf 1,60 Meter.
Hach was bin ich stolz auf mich. Wenn sie fertig ist zeige ich mal ein Foto, falls es jemanden interessiert.
Und ein Rezept gibt es auch noch, der einzige Aufstrich, der nicht durchgefallen ist, sondern supersuper lecker ist. Schafskäse-Senf-Creme
Ohne Mengenangabe, einfach ausprobieren Schafskäse, Senf, Schalotte, Olivenöl, Thymian, Oregano, Kräutersalz, Pfeffer und Salz nach Geschmack vermengen. Die Konsistenz sollte cremig sein. Schmeckt superlecker auf Brot mit Radieschen und Schnittlauch. Hält sich im Kühlschrank luftdicht verschlossen mindestens 1 Woche.
Falls jemand weiß, mit welchem Material ich die Decke abfüttern kann und wo ich das bestellen kann. Immer her mit den Tipps, bin noch etwas ratlos.
Brotaufstrich selbstgemacht. Rettet das Abendbrot und die Sache mit dem Gewicht. Boah, ich hätte nie gedacht, dass euch das so interessiert. Danke für die Kommentare und persönlichen Mails. Und jetzt geht`s los.
Ich habe am Wochenende die ersten 3 Versuche Brotaufstrich selbstgemacht gewagt. Dann mal 3 Tage warten, ob das Zeugs sich auch im Kühlschrank hält und jaaaaa, es hält sich. Ohne irgendwelche Zusatzstoffe. Allerdings würde ich die Aufstriche trotzdem innerhalb von maximal 5 Tagen verbrauchen. Und bei allem gilt: sofort noch heiß oder frisch in ein luftdicht schließendes Gefäß verpacken und sofort in den Kühlschrank stellen. Ich habe mich durch die gängigen Internetanbieter für Bio-Brotaufstriche sowie durch diverse Kochbücher gewühlt. Und dies als Anregung genommen, um eigene Rezepte zu versuchen.
Und natürlich kam mir die Idee der Brotaufstriche am Wochenende, als ich schon alles eingekauft hatte. Also blieb mir nix anderes übrig, als aus dem, was der Vorrats- und Kühlschrank hergab, Ideen zu entwickeln. Und gleich das erste Rezept, einfach so rumprobiert, war so klasse, ich musste es noch nicht mal mehr Nachwürzen. Oha, macht Spaß, ich werde die neue Brotaufstrich-Rezepte-Queen, lach.
Rote Linsenpaste mit Ingwer ergibt ca. 300 ml für ca. 8 Scheiben Brot 100 g rote Linsen mit 1 Lorbeerblatt und 2 zerdrückten Wacholderbeeren in ca. 250 ml Gemüsebrühe ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit aufgesogen ist. Die Gewürze entfernen. 1 kleine rote fein gewürfelte Zwiebel, 1 EL Tomatenmark, 1 TL geriebenen Ingwer, abgeriebene Schale von 1/4 Bio-Zitrone, 2 TL Zitronensaft, 1 TL klein geschnittene Salbeiblätter, 1 Prise Kurkuma, 1 TL Sojasauce, Kräutersalz und Pfeffer zufügen und zu einer homogenen Paste verrühren. Die Kosten betragen ca. 50 Cent. Ist schwierig zu berechnen, die roten Linsen habe ich im Großpaket in einem türkischen Supermarkt gekauft, Salbei wuchert im Garten und den Rest habe ich immer auf Vorrat.