Samstag, 11. Oktober 2025
Ratatouille für den Winter haltbar machen
Sonntag, 17. Dezember 2023
Rosenkohl Chili
Rosenkohl Chili
Montag, 31. August 2020
Italienische Auberginenröllchen im Ofen überbacken auf Tomatenragout
Im Frühjahr habe ich ein kleines Pflänzchen gekauft. Auberginen stand drauf. Aha, zuerst habe ich es in das Hochbeet eingepflanzt und kam dann erst auf die Idee mal online nachzugucken, wie groß die Auberginenpflanze eigentlich wird. Öh ja, also wieder ausgebuddelt und in einen riesigen Topf umgepflanzt. Wenige Wochen später sieht das so aus
Die Pflanze links daneben ist eine Artischocke. Sie soll erst nächstes Jahr Früchte tragen, wenn sie den Winter übersteht.
Die Ernte bisher, 3 große Auberginen und eine ist noch dran. Hachz und das bei meinem nicht grünen Daumen.
Rezepte mit Auberginen zu finden, die lecker schmecken ist gar nicht so einfach. Ich habe ein leichtes Sommerrezept gesucht mit Auberginen, die nicht in Öl triefen und habe eine Rezeptidee gefunden, die ich abgewandelt habe. Heraus gekommen ist ein sehr leckeres vegetarisches Gericht. Die Zubereitung braucht etwas Zeit, aber das Ergebnis ist es wert.
Italienische Auberginenröllchen im Ofen überbacken auf Tomatenragout
4 Personen als Vorspeise oder mit Baguette, Reis oder Pasta dazu als Hauptgericht
- 1 Aubergine
- 1 rote Paprikaschote
- 1 Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 2 Stängel Rosmarin
- Tomatenmark
- 1 kleine Dose stückige Tomaten
- 5 getrocknete Tomaten
- Orangensaft
- Weisswein
- Salz, Pfeffer
- Honig
- Basilikum
- 1 rote Chilischote
- 150 g Ricotta
- 75 g Frischkäse
- 1 EL Semmelbrösel
Für die Auberginen
1 große Aubergine längs in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Das geht sehr gut mit einem großen Brotmesser. Die Scheiben auf eine große Platte legen und mit Salz bestreuen. Mit Klarsichtfolie abdecken und ca. 20 Minuten ziehen lassen. Mit kaltem Wasser abspülen und trocken tupfen.
Eine Grillplatte auf den Grill legen und den Grill erhitzen. Etwas Olivenöl auf der Platte verteilen und die Auberginen beidseitig anbraten. Beiseite legen und abkühlen lassen. Die Auberginenscheiben kann man auch in einer Bratpfanne braten.
Für die Füllung
Frischkäse, Ricotta, Semmelbrösel, klein geschnittene getrocknete Tomaten, abgezupfte Basilikumblättchen, die Hälfte der halbierten, entkernten und klein geschnittenen Chilischote, Salz und Pfeffer vermischen.
Für das Tomatenragout
Zwiebel, Knoblauch, Paprikaschote putzen und klein schneiden. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zutaten darin andünsten. Stückige Tomaten, die andere Hälfte der Chilischote klein geschnitten, je 1 Schuss Orangensaft und Weißwein, 1 TL Honig, Rosmarin, Salz und Pfeffer zugeben, mit 1-2 EL Tomatenmark binden und etwas einköcheln lassen. Die Sauce etwas abkühlen lassen, den Rosmarin entfernen und in eine Auflaufform geben.
Je 1 EL Frischkäsemasse auf jede Auberginenscheibe geben und aufrollen. Die Auberginenröllchen mit der Naht nach unten auf das Tomatenragout setzen. Die restliche Frischkäsecreme auf den Röllchen verteilen. In den auf 160 Grad Umluft vorgeheizten Backofen schieben und ca. 20 Minuten garen.
Sonntag, 6. Oktober 2019
Asiatischer Wok mit Gemüse und grüner Currypaste
Mit dem Wok koche ich sehr gerne. Es geht schnell, schmeckt lecker und ist durch das viele knackig gegarte Gemüse auch eine sehr gesunde Zubereitungsart.
Ich habe gerne Wokgerichte mit Huhn gekocht. Das wird jetzt weggelassen, fleischlose Ernährung sei Dank. Dann hüpft ein Huhn mehr auf dieser Welt herum und ich bin bei Wokgerichten auch ohne Fleisch glücklich. Es gibt so viele tolle Gemüse, je nach Jahreszeit frisch beim Bauernladen gekauft, da fehlt mir das Fleisch überhaupt nicht.
Bei Gemüse im Wok fehlte mir immer noch ein bisschen der Pfiff. Ich verwende Sojasauce und nach Lust und Laune eine asiatische Sauce, wie Austernsauce, Chilisauce, Teriyakisauce, Fischsauce oder Hoi Sin Sauce. Aber irgendwie fehlte noch etwas.
Neulich war ich in einem Supermarkt mit einer riesig großen Auswahl an asiatischen Lebensmitteln. Da braucht man ewig, ehe man da durch ist. Ich gucke auch immer auf die Zutaten. Ist ja nicht so einfach, wenn man Saucen ohne Konservierungsstoffe, Zusatzstoffe und mit wenig Zucker sucht.
Ich habe mich dann für eine grüne Currypaste entschieden. Mit grünem Chili, Sojaöl, Schalotten, Salz, Galgant, Zitronengras, Kreuzkümmelpulver, Korianderpulver, Pfeffer, Kurkuma. Das war es, das gab den Pfiff.
Wenn man die Zutaten im Mörser frisch zu Brei zerstampft, dann hat man eine selbstgemachte Paste. Das ist allerdings eine wahnsinnige Arbeit. Da mörsert mal schon so 1/2 Stunde vor sich hin. Und man braucht einen großen Mörser. Soll allerdings sehr meditativ sein und fördert den Armmuskelaufbau, habe ich mir sagen lassen ;). Also dazu bin ich zu faul und die gekaufte Paste war super.
Asiatischer Wok mit Gemüse und grüner Currypaste
1 Tasse Langkornreis 20 Minuten garen. In ein Sieb abgießen und abtropfen lassen.
Gemüse nach Wahl klein schneiden. Ich habe verwendet: 5 Radieschen, 1/2 Fenchelknolle, 1 Karotte, 1 Stück Spitzkohl, 1 Stück Kohlrabi, Knoblauch, Ingwer, Chilischote, Zwiebel. Ich habe noch 1 TL Kapern dazu gegeben, das ist aber Geschmackssache.
Das Gemüse im Wok in Sonnenblumenöl oder Erdnussol oder Sesamöl anbraten. Fast gar braten und dann würzen mit: Grüne Currypaste, süße scharfe Asiasauce, Sojasauce, Sambal Olek, Menge jeweils nach Wunsch. Den Reis untermengen und servieren.
Montag, 23. September 2019
Vegetarische Frikadelle und Kartoffel-Karotten-Püree, Hausmannskost veggie
Nach mehreren Versuchen habe ich endlich ein super leckeres Rezept für vegetarische Frikadellen gefunden. Und das bei einem Sternekoch, von dem ich gar nicht wusste, dass er einer ist. Björn Freitag hat das Rezept in der Kochsendung Lecker an Bord gekocht.
Hackfleischgerichte fehlen mir schon, ganz besonders Spaghetti Bolognese, da suche ich noch nach einer Alternative, und halt Frikadellen. Die Rezepte, die ich bisher ausprobiert habe, haben mir alle nicht geschmeckt. Die Frikadellen aus Zucchini oder Karotten oder oder... waren von der Konsistenz her zu weich und etwas fade im Geschmack.
Das Frikadellen Rezept nach Björn Freitag hat als Grundlage Kidneybohnen und die liebe ich ja. Die Frikadellen sind knackig beim Reinbeißen und man schmeckt die Bohnen nicht raus. Sehr lecker.
Ich habe das Rezept etwas abgewandelt und die Frikadellen im Ofen fertiggegart. Kurz vor Garzeitende habe ich etwas Knoblauchöl über die Frikadellen gegeben, so bleiben sie schön saftig und bekommen nochmals einen gewissen Kick.
Dazu gab es ein Kartoffel-Karotten-Püree auch in Anlehnung an Björn Freitag, der macht einen Kartoffel-Karottenstampf. Bei mir muss Sahne rein und ich mag Püree lieber als Stampf.
Als vegetarische Alternative zu Frikadellen mit Hackfleisch sind diese super. Mir hat die Fleischversion gar nicht gefehlt und das soll was heißen. Probiert es mal aus, ihr werdet überrascht sein.
Vegetarische Frikadelle und Kartoffel-Karotten-Püree
4 Personen
Vegetarische Frikadelle
1 rote Zwiebel schälen und klein schneiden. In 1 EL Olivenöl in einer Pfanne anschwitzen und mit 1 Prise Zucker karamellisieren.
150 g grüne Buschbohnen putzen, kurz ca. 3 Minuten in kochendem Wasser blanchieren, abgießen, kalt abschrecken und in feine Streifen schneiden.
500 g Kidneybohnen in einem Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abspülen. Abtropfen lassen, in eine Schüssel geben und zu einem Brei zerstampfen. Das geht gut mit einer Gabel. Wenn noch ein paar ganze Kidneybohnen darunter sind macht das nichts, das gibt noch ein bisschen mehr Biss.
Die Zwiebel und Bohnen dazu geben sowie 1 geschälte und klein geschnittene Knoblauchzehe, 3 TL Dijonsenf, 2 EL Tomatenmark, 2 EL Paniermehl, 2 EL Mehl, 1 Ei, 3 EL Olivenöl. Alles zu einer homogenen Masse vermischen. Falls die Masse zu feucht ist Paniermehl zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Zu Frikadellen formen, in Paniermehl wälzen und in heißem Butterschmalz in einer Pfanne von beiden Seiten anbraten. In eine Auflaufform setzen und im Backofen bei 140 Grad 10 Minuten garen. Die Temperatur auf 100 Grad reduzieren und garen, bis sie durch sind, ca. 15-20 Minuten. Dabei die letzten 10 Minuten das Knoblauchöl über die Frikadellen geben. (Für das Knoblauchöl 1 Zehe Knoblauch klein hacken und mit 4 EL Olivenöl mischen) Die Frikadellen schmecken auch am nächsten Tag noch lecker und lassen sich auch gut einfrieren.
Kartoffel-Karotten-Püree
Je 500 g Karotten und 500 g Kartoffeln schälen und grob würfeln.
50 g Butter und 3 EL Olivenöl in einem Kochtopf zerlassen und das Gemüse darin anschwitzen. Mit je 1 Prise Muskat, Salz und Zucker würzen und auf kleiner Hitze mit geschlossenem Deckel schmoren lassen. Falls nötig ab und zu Wasser nachgießen, das Gemüse soll nicht am Topf ankleben.
Kurz bevor das Gemüse gar ist 1 Schuss Sahne zugeben und ohne Deckel weich garen lassen. Mit dem Stabmixer cremig pürieren.
Samstag, 21. Oktober 2017
Rotkraut ganz klassisch gedünstet mit Wild vom Grill
Neulich kam mein Wolkenmann nach Hause und hatte 2 riesige Kohlköpfe unterm Arm. Frisch vom Bauern vom Feld geschenkt. Hach da freu ich mich immer, wenn ich Gemüse ohne Pestizide bekommen kann und dann noch einfach so ungeplant.
So jetzt habe die beiden Kohlköpfe, Rotkohl und Weisskohl, erstmal im Kühlschrank verstaut und dann überlegt, was ich daraus koche. Bei einem 2 Personen Haushalt kann man von 2 riesigen Kohlköpfen schon locker mal 1 Woche essen.
Und das habe ich daraus gemacht
Tag 1: Rotkraut gegrillt mit Jakobsmuscheln hier
Tag 2: Rotkraut ganz klassisch wie bei Oma, mit gegrilltem Wildschwein und Reh dazu, das gibt es heute auf dem Blog
Tag 3: Das Rotkraut schmeckt am nächsten Tag noch viel besser, da gab es Fisch und Kartoffeln dazu
Tag 4: Nochmals Rotkraut mit gegrilltem Wild (wie immer zuviel eingekauft) diesmal mit Kartoffelklössen und Soße
Tag 5: Krautsalat mit Speck, wie man ihn früher machte mit nix dazu.
Tag 6: Und meine absolute Lieblingssuppe im Herbst die Bauernsuppe mit Weisskohl hier
Tag 7: Nochmals Bauernsuppe
Oh je, wenn ich das hier so lese habe ich doch einen sehr pflegeleichten Wolkenmann giggel.
Also wenn es nach mir ginge, dann hätte ich einen sehr einfachen Essensplan. Sonntag feudal kochen, Montag Reste essen, Dienstag Spaghetti, Mittwoch Suppe, Donnerstag Rest Suppe, Freitag was mit Fisch und Kartoffelsalat und Remouladensoße, Samstag kreatives Resteessen mit Salat oder Gemüse und mit allem was weg muss. Alternativ Milchreis, Risotto, Essen gehen. Fertig.
Toller Plan nech, dann hätte ich aber wohl keinen Foodblog hmpf. Es wäre so einfach, macht nur keiner mit. O.K. dann koche ich mal weiter.
Rotkraut ganz klassisch gedünstet mit Wild vom Grill
Ca. 1 kg Rotkohl in dünne Streifen schneiden. Mit Salz bestreuen und mit 100 ml Weissweinessig begießen. Durchmengen, abdecken und ca. 2 Stunden ziehen lassen, dabei ab und zu umrühren.
250 g Äpfel am besten etwas säuerliche, und 2 Zwiebeln schälen, entkernen und würfeln. 2 EL Butter zerlassen und die Zwiebeln und Äpfelwürfel darin andünsten. 1 EL Zucker dazugeben und karamellisieren lassen.
Rotkohl zufügen, 2 Lorbeerblatt, 3 Nelken, 2 zerdrückte Wacholderbeeren dazu, mit 200 ml Weisswein aufgießen, Deckel drauf und bei kleiner Hitze ca. 45 Minuten garen lassen. Je nach Rotkraut kann es auch länger dauern. Die Gewürze entfernen, mit Salz und Pfeffer würzen.
Normalerweise gehört laut allen Rezepten, die ich kenne, Rotwein an den Rotkohl. Ich hatte aber nur Weisswein und tataaaaa. Das Rotkraut sah nicht dunkel aus, war nicht vermatscht sondern hatte eine ganz tolle rötliche Farbe. Ich mache das Rotkraut nur noch mit Weisswein.
Dazu gab es Wild vom Grill. Unser Metzger hat ab und zu Wild von heimischen Jägern im Programm, sehr selten und wirklich klasse. Wir haben einfach zwei kleine Stücke Hirsch und Wildschwein auf den heißen Grillrost gegeben. Die Dauer so ca. 5 Minuten insgesamt, der Hirsch war butterzart, das Wildschwein würde ich nicht mehr kaufen, ist Geschmackssache, mir war das Fleisch zu fest. Dazu Baguette und Kräuterbutter und hmmmm.
Dienstag, 26. September 2017
Rotkraut gegrillt mit Jakobsmuscheln
Rotkraut vom Grill? Wie jetzt ... geht das? Wird das nicht schwarz oder verkohlt oder ein Matsch? Ich habe es ausprobiert, nachdem ich seit Monaten bei Pinterest über Rezepte für gegrilltes Rotkraut stolpere. Das ist ein Zeichen, dass ich ständig Rotkrautrezepte finde, ich musste es ausprobieren.
Momentan lese ich wieder mehr Kochbücher, der ortsansässigen Bücherei sei Dank. Und was finde ich dort, Rezepte mit Rotkraut vom Grill und Jakobsmuscheln. Ähja, jetzt aber, was ist denn das für eine Kombi?
Genial, ich habe es ausprobiert. Geht schnell, schmeckt lecker, ist etwas Besonderes.
Mein Wolkenmann war mäßig begeistert, die Jakobsmuscheln vom Grill fand er klasse aber das Rotkraut GEGRILLT iiiihhhhh. Das schmeckt ja wie Salat wie Rohkost, viel zu GESUND.
Und eben deshalb passt es in die schnelle leckere gesunde Küche. Also ich war begeistert von der Kombination und deshalb muss das Rezept auf den Blog.
Rotkraut gegrillt mit Jakobsmuscheln vom Grill
Mal wieder ohne Mengenangaben, weil einfach so mal ausprobiert.
Frisches Rotkraut in dünne Scheiben hobeln oder schneiden. Mit Olivenöl und Salz vermengen und ca. 20 Minuten ziehen lassen.
Die Jakobsmuscheln, ich habe 2 pro Person genommen, waschen und trocken tupfen. Salzen, Pfeffern und mit wenig Olivenöl beträufeln.
Das Rotkraut auf einer Grillplatte bissfest grillen. Dann die Jakobsmuscheln auf der Grillplatte von beiden Seiten ganz kurz angrillen, ca. 1 Minute je Seite. Dann sind sie glasig. Wer sie lieber durch haben möchte grillt sie noch ca. 3 Minuten länger.
Das war es schon. So geht schnell oder?
Alles zusammen Anrichten, ein leckeres Baguette dazu und schon habt ihr eine schöne ausgefallene Vorspeise oder ein kleines feines Hauptgericht.
Ich habe dazu übrigens 1/2 kleinen Rotkohl frisch vom Bauern verwendet. Aus der anderen Hälfte habe ich ein ganz klassisches Rotkraut
Rezept gekocht, so wie Oma ihn schon machte. Rezept gibt es hier.
Freitag, 19. Mai 2017
Gegrilltes Nackensteak eingelegt in Kurkuma-Ingwer-Honig-Marinade mit Gemüsespießen
Es geht doch nichts über selbst eingelegte Steaks zum Grillen. Das habe ich jetzt festgestellt (mitmirselbstschimpf), nachdem ich jahrelang wegen Faulheit immer eingelegte Steaks beim Metzger gekauft habe. Im Sommer hat man aber auch nicht so große Lust lange in der Küche zu stehen und da ist fertig mariniertes Grillgut einfach praktisch. Dachte ich jedenfalls.
Bis ich, wild entschlossen dieses Jahr mal etwas anderes als immer das gleiche zu Grillen, die Welt der Grillmarinaden und Rubs entdeckt habe. Und da in mir drin irgendwie ein kleiner Alchemist steckt, musste ich anfangen selbst mit Marinaden zu experimentieren.
Und schuld daran ist ein Buch von 1977 "So macht Grillen richtig Spaß", das ich an einem Bücherstand zum Mitnehmen, den es in vielen Städten gibt, entdeckt habe. Hach ich liebe alte Kochbücher. Und dieses Grillbuch hat nicht vermutetes Kreativitätspotential (undstinktundmusste2tagedraußenlüften) Man kann so schön Rezepte modernisieren, die niemand anders hat. Also außer euch, wenn ihr meinen Blog lest.
Außerdem schleiche ich schon Wochen um frisches Kurkuma rum. Kennt ihr das? Sieht aus wie ein Wurm und macht tierisch gelbe Finger. Nunja, ich dachte, das schäle ich wie Ingwer und schneide es klein. Hat auch funktioniert, außer, dass die Finger gelb waren. Also Handschuhe benutzen. Und aus gegebenem Anlass (fragt nicht... zuviel scheint eine abführende Wirkung zu haben ähm) nur ganz ganz ganz wenig verwenden. An so einer kleinen Knolle habt ihr ewig. Was Kurkuma bewirkt, könnt ihr nachlesen.
Nackensteak in Kurkuma-Ingwer-Honig-Marinade
Für die Marinade frischen Kurkuma und frischen Ingwer schälen und in in kleine Würfel schneiden. 5 Korianderkörner und 2 Nelken mörsern.
Folgende Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen zu einer Marinade verquirlen
1 TL Kurkumawürfel
2 TL Ingwerwürfel
5 gemörserte Korianderkörner
2 gemörserte Nelken
1 TL scharfen Senf
2 geschälte und klein geschnittene Knoblauchzehen
1 TL Honig
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
1 EL Sojasauce
6 EL Olivenöl
4 Schweinenackensteaks von allen Seiten mit der Marinade bestreichen, in einen luftdichten Behälter geben und über Nacht im Kühlschrank marinieren.
Am nächsten Tag die Marinade etwas abtropfen lassen und die Steaks grillen.
Dazu gab es
Gemüsespieße
Ich habe mir in einem türkischen Supermarkt letztes Jahr Metallspieße gekauft (fürweniggeld). Die sind wirklich klasse, nur ein bisschen einölen, das Grillgut darauf stecken und es geht nach dem Grillen ganz leicht wieder abzuziehen.
Für dieses Rezept habe ich Cocktailtomaten, grüne Paprika, rote Zwiebeln, Champignons und Kartoffelwürfel abwechselnd auf die Spieße gesteckt, mit Olivenöl eingepinselt und auf einer Grillplatte gegrillt.
So, das Wolkenfee Versuchslabor ist eröffnet. Ich mörsere und mariniere dann mal weiter.
Donnerstag, 23. Februar 2017
Mit Ernährung gegen Frühjahrsmüdigkeit, was wirklich hilft
Superfood ist der Foodtrend seit Monaten. Alle bisherigen Rezepte mit (Chiasamen, Goji und Acai-Beeren, Avocado, Grünkohl etc. und diese Pülverchen wie Maca oder Moringa Pulver oder Matcha Tee usw., brrr) die ich ausprobiert habe, fand ich nicht so toll, deshalb habe ich nie darüber gebloggt.
Aber was ist eigentlich Superfood? Für mich ist Superfood ganz einfach gesundes Essen und zwar nach Jahreszeiten. Je nach Jahreszeit braucht der Körper andere Nährstoffe, deshalb gibt es für mich auch keine Erdbeeren im Winter, nur weil es in der Bowl gut aussieht.
Am Samstag war ich mal wieder auf dem Wochenmarkt einkaufen. Am Obst-und Gemüsestand hat es mich dann umgehauen. Der erste Spargel, Mitte Februar, aus Holland, angeblich seeeehr lecker und soooo süß, für Euro 2,80 je 100 g. Wat? Das sind Euro 28,-- das Kilo Spargel. Wer kauft sowas dachte ich mir dann.
Die Erdbeeren daneben haben mich dann gar nicht mehr so geschockt, die gibt es ja mittlerweile das ganze Jahr. Schmecken außerhalb der Saison nach Wasser und sonst nach nix meiner Meinung nach. Machen sich ja aber gut auf Fotos hehe. Nein, dafür ist mir mein Geschmack und das Geld zu schade, bei mir gibt es keine Frühstücksbowl mit Beeren fürs Foto im Winter. Teuer und null Wirkung, da die Erdbeeren keine Inhaltsstoffe haben. Ich warte halt auf Juni/Juli und kaufe Erdbeeren frisch vom Feld.
So, da stand ich also am Beeren-Spargel-äh-Gemüsestand und grübelte so vor mich hin, was ich denn am Wochenende kochen will. Und zack, war frischer Schnittlauch, ein riesiger Kopf Wirsing und frisches Sauerkraut in meinem Einkaufskorb. Nur aus dem Gefühl heraus eingekauft.
In meiner Küche ist mir dann aufgefallen, dass ich extrem viel Kohl, wie Sauerkraut, Rotkohl, Weißkohl und Wirsing den Winter über gegessen habe. Sowohl roh als auch gekocht. Und jaja ich weiß, Sauerkraut ist fermentierter Weißkohl. Ich bewundere jeden, der das selbst machen kann. Ich gehöre nicht dazu, aber der Gemüsehändler hat frisches Sauerkraut vorrätig und das ist wirklich super lecker. Man muss nicht alles können.
Diese Erkenntnis, dass ich kohlsüchtig bin, musste ich dann überdenken, woher kommt denn dieser Hunger auf Kohl?
Im Dezember 2015 hatte ich eine ganz schlimme Virusinfektion, mich hat es so umgehauen, dass ich 10 Tage nicht aus dem Bett heraus kam und die Toilette mein Lieblingsplatz wurde
Ab April hatte sich mein Körper dann wieder normalisiert aber irgendwie spukte mir dieses "Warum" im Kopf rum.
Ich habe dann beschlossen, mich nicht verrückt zu machen und einfach auf meinen Körper zu hören. Und wenn der im Winter ständig Kraut ruft, dann gibt es Kraut.
Der ruft leider auch Schokolade (weniger) Leberwurst (eher) Fleischwurst (dauernd) Wiener Würste (ständig) ähm ja, man muss also genau hinhören und ganz energisch nein sagen, wenn sich die Fettpolster vermehren ;)
Eigentlich wollte ich euch mein geniales Wirsingrezept zeigen aber der Post wird jetzt irgendwie anders. Hm, das passiert öfters, und ich mag das eigentlich, das ist authentisch und einfach so wie ich. Also gibt es jetzt einen Blick auf meine Lieblingsrezepte mit Kohl und das Rezept kommt demnächst.
Seit 1 Woche habe ich morgens einen riesigen Durst auf Tomatensaft und ich könnte den ganzen Tag Schnittlauchbrot essen. Sehr seltsam.
"Ein ideales Frühjahrs-Essen gegen Müdigkeit: Vollkornbrot mit Butter und Schnittlauch."
Und das sind die Lebensmittel, die angeblich gegen Frühjahrsmüdigkeit helfen und es sind genau die Produkte, die ich instinktiv momentan esse. Vor allem die Hühnersuppe, gegen Erkältung, Jim unser Hund liebt sie auch.
Sonnenblumenkerne
Rote Bete
Petersilie, Schnittlauch und frische Kräuter
Knoblauch
junge Karotten
Sojaprodukte (ähmnödieesseichehernicht)
Hühnerfleisch
Apfel
Kiwis
Orangen
Zitronen
Grapefruit
Paprika
Eier
Löwenzahn und Bärlauch (wenn die Saison kommt)
Lauch
viel Mineralwasser trinken
raus in die Natur und Sauerstoff einatmen
und Sauerkraut
Das warum und wieso diese Lebensmittel wirken erspare ich euch, wen es interessiert, der googelt einfach mal. Es gibt sehr viel Literatur und Internetseiten dazu.
Und als Service des Hauses hier noch meine Lieblingsrezepte mit Kraut. Beim Klick aufs Bild kommt ihr zum Rezept.
Jakobsmuscheln auf Vanille-Champagner-Kraut
Sauerkrautsuppe
Bauernsuppe
Coleslaw
Weißkohl asiatisch im Wok
Ich wünsche euch ein schönes Faschingswochenende, keine Frühjahrsmüdigkeit und dass die Grippe-Erkältung-undsonstigeböseViren einen großen Bogen um euch machen.
Samstag, 14. Mai 2016
Eine Prise Sylt: Rote Bete Carpaccio mit Trüffelmayonnaise
Rote Bete Carpaccio ist nicht unbedingt ein klassisches Rezept von der Insel Sylt. Aber da Rote Bete in Kombination mit Trüffelvinaigrette, Trüffelöl oder Trüffelmayonnaise ein Klassiker auf der Speisekarte der Sansibar ist, muss es in die Rezeptesammlung meines Blogevents "Eine Prise Sylt: Wind und Wellen, Sand, Deich und Meer: Meine liebsten Rezepte von der Insel Sylt" natürlich unbedingt mit hinein.
Jetzt weiss ich nicht, wie die Trüffelmayonnaise in der Sansibar gemacht wird, aber meine Version ist gaaaaanz bestimmt auch sehr lecker ;)
Rote Bete Carpaccio mit Trüffelmayonnaise
Die gekochte Rote Bete in dünne Scheiben schneiden und fächerartig auf einem Teller anrichten.
Für die Trüffelmayonnaise 2 Eigelb (das Ei nicht direkt aus dem Kühlschrank nehmen sondern zimmerwarm) und 1 EL guten Senf in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen verrühren. Nach und nach Trüffelöl und neutrales Pflanzenöl 1:1 unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen dazu geben. Wenn die Konsistenz passt und schön cremig ist mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Rucola mit einem Dressing aus Salz, Pfeffer, Senf, Zitronensaft und neutralem Pflanzenöl anmachen und auf das Carpaccio setzen. Etwas gehobelten Parmesan darüber geben und mit der Trüffelmayonnaise anrichten. Wer es ganz exklusiv mag gibt noch gehobelten Trüffel darüber. Leider leider war zufällig keiner da.











































