Die für mich schönsten Lavendelfelder gibt es in der Umgebung von Sault in der Provence.
Und natürlich vor der berühmten Abbaye de Sénanquein Gordes.
Leider kann ich dort nicht so einfach mal hin, wenn ich gerade Lavendelsehnsucht habe. Aber auch bei uns in der Gegend gibt es einen Ort, an dem der Lavendel blüht.
Einen Bauerngarten neben einer Kirche, der öffentlich zugänglich ist. Für mich ist das ein verwunschener Ort. Allein dieser Duft nach Blumen und Lavendel.
Ich bin Lavendelsüchtig. Deshalb gibt es im Wolkenhaus Lavendel in Töpfen, in Blumenkästen und im Hochbeet. An einem heißen Sommerabend ein Glas Rosé und den Lavendelduft einatmen und zack fühle ich mich wie in der Provence.
So langsam verblüht der Lavendel und ich wollte diesen Duft noch länger konservieren. Außerdem bin ich momentan im Nähfieber und wollte gegen die Motten im Kleiderschrank vorgehen. Und zwar auf natürliche Weise.
Die Lavendelkissen kann man an Kleiderbügel hängen oder zwischen die Wäsche im Schrank legen.
Lavendelduftkissen für den Kleiderschrank selber nähen Lavendelduftkissen sind schnell genäht. Ihr braucht Füllwatte (ich verwende für die Watte ein Inletkissen von Ikea), Stoffreste, Bänder und Lavendelblüten.
Die Stoffreste 11cm x 11cm zuschneiden. Die fertigen Kissen sollen 10cm x 10cm groß sein. Mit der Stoffaußenseite nach innen 2 Stoffquadrate gegeneinander legen. 1 Band dazwischen fassen und auf 3 Seiten mit der Nähmaschine zunähen. Die 4. Seite nur zu einem Drittel zunähen. Die Kissen umstülpen und bügeln. Dann abwechselnd mit der Watte und ca. 2 TL Lavendelblüten je Kissen füllen. Die offene Seite von Hand zunähen.
Grünkernfrikadellen, vegetarische Frikadellen, habe ich vor gefühlten hundert Jahren mal in einem vegetarischen Kochkurs gemacht. Seitdem stehen sie auf meiner Nachkochliste und immer dachte ich "ach nö". Aaaaaber jetzt!!! Und oh Wunder, nicht nur ich fand sie superlecker, Wolkenmann auch. Das Rezept ist so abwandelbar (und macht pappsatt und sie schmecken auch kalt am nächsten Tag sehr gut). Hat man das Grundrezept erst einmal probiert und weiß, wie der Teig von der Konsistenz her sein muss, damit er nicht beim Braten auseinander fällt, dann, ja dann kann man in die Frikadellen eigentlich alles reinmischen, was man an Gemüse mag. Ich habe es ausprobiert mit klein geschnittener Zucchini, mit Karotten, mit Frischkäse, da musste ich allerdings etwas Mehl unter den Teig mischen, er hätte sonst beim Braten nicht gehalten. Ich habe die Frikadellen bisher 5 mal gemacht, immer anders und immer sehr yammi. Der Teig bleibt etwas flüssig, nicht wundern, er wird beim Braten fest, man darf die Frikadellen nur nicht sofort umdrehen sondern muss abwarten, bis sie auf der Unterseite schön gebräunt und fest sind, dann erst wenden, das ist der ganze Trick. Einfach ausprobieren.
Grünkernfrikadellen aus einem uralten Kochkurs und abgewandelt nach meiner Art 125 g Grünkern grob geschrotet (gibt es mittlerweile in jedem Supermarkt) 1/4 L Gemüsebrühe 1 handvoll geriebenen Käse, Gouda oder Emmentaler etc. 1 Knoblauchzehe klein geschnitten oder gepresst 1 Ei frische Kräuter, wie Petersilie, Thymian, Schnittlauch, Minze klein geschnitten oder was gerade so greifbar ist, getrocknete gehen natürlich auch Salz, Pfeffer Den Grünkern in eine Schüssel geben und mit kochender Gemüsebrühe übergießen. Ca. 30 Minuten quellen lassen. Alle Zutaten untermengen. Öl in einer Pfanne erhitzen und Frikadellen formen und in der Pfanne von beiden Seiten bei leichter Hitze ausbraten. Dazu einen Dip servieren, wie Kräuterquark, Knoblauch-Creme fraiche, Joghurt mit orientalischen Gewürzen und Koriander oder was immer euch einfällt. Dazu gab es Auberginen-Schafskäse-Minze-Salat.
Und das ist das fertige Plaid. Danke für eure Tipps. Ich wollte ja unbedingt diese Decke nähen ohne zusätzlich etwas dazu kaufen zu müssen. Ich habe eine vorhandene alte Decke als Inlet genommen und die Rückseite aus Stoffresten genäht. Sie gefällt mir sehr und sie wird auch eifrig benutzt. Kuscheldecke, so groß, dass zwei reinpassen, ggg.
Abendessen fällt gerade aus. Ich rette zwar immer noch das Abendbrot aber so einfach ist das nicht, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich habe getestet: Aufstriche mit Creme fraiche und Gemüse, brrr, flüssig, geht gar nicht. Aufstrich mit Banane und Curry, wird nett beige in der Farbe, uaaaah. Kartoffelaufstrich, neee schmeckt nicht.
Außerdem habe ich zur Zeit null Lust zu Kochen. Glaubt ihr nicht, tja, auch bei mir kommt das manchmal vor. So, Abendbrot wird nicht gerettet, Kochen ist nicht. Was ist denn daaaaa los?
Der Nähwahn ist ausgebrochen. So quasi über Nacht. Ich habe meine Stoffe vorletztes Wochenende ausgemistet und konnte nix wegwerfen. Ich liebe Stoffe. Jetzt liegen die da so rum im dunklen Kämmerlein seit Jahren. Und ich nähe eigentlich sehr gerne, das entspannt so. Ich muss mich dabei so konzentrieren, dass ich nichts anderes mehr im Kopf habe. Einen Haufen Stoff, zu schade zum Entsorgen. Und ich wollte schon jahrelang ein Plaid nähen. Wenn nicht jetzt, wann dann!!!!!!!!!!!
Tataaaaaa. Das ist der Entwurf. Mein Entwurf, alles selbst komponiert. Ich muss das visualisieren, sonst kann ich mir das nicht vorstellen (Wolkenmann hat sich kaputt gelacht, hmmmpppffff!!!! wie ich so stundenlang da saß und die Ministöffchen geklebt habe). Und, es passt, yeah. Die Decke wird riesig, wenn schon denn schon, 2,24 Meter auf 1,60 Meter.
Hach was bin ich stolz auf mich. Wenn sie fertig ist zeige ich mal ein Foto, falls es jemanden interessiert.
Und ein Rezept gibt es auch noch, der einzige Aufstrich, der nicht durchgefallen ist, sondern supersuper lecker ist. Schafskäse-Senf-Creme
Ohne Mengenangabe, einfach ausprobieren Schafskäse, Senf, Schalotte, Olivenöl, Thymian, Oregano, Kräutersalz, Pfeffer und Salz nach Geschmack vermengen. Die Konsistenz sollte cremig sein. Schmeckt superlecker auf Brot mit Radieschen und Schnittlauch. Hält sich im Kühlschrank luftdicht verschlossen mindestens 1 Woche.
Falls jemand weiß, mit welchem Material ich die Decke abfüttern kann und wo ich das bestellen kann. Immer her mit den Tipps, bin noch etwas ratlos.