Freitag, 24. März 2017

Schnelles Ofenhuhn mit Bärlauch-Kräuter-Füllung und Noilly Prat und erste Frühlingsdeko




Was kommt dabei heraus, wenn man Alfred Biolek und Mimi Thorisson als Rezept vereint? Also natürlich nur rezepttechnisch, schon klar nicht? 

Ein geniales schnelles leckeres einfaches Ofengericht. Mit Huhn und Kräutern und Bärlauch und "hicks" in Form von Vermouth.



Alfred Biolek hat in seinem Kochbuch "Meine Rezepte" einige Rezepte mit Geflügel und Noilly Prat (Vermouth) in der Soße veröffentlicht. Und Mimi Thorisson in ihrem Kochbuch "Das Beste aus meiner französischen Küche" schwört auf ihr Brathähnchen mit Crème fraiche und Kräutern. 



Bei beiden Rezepten hat mir irgendwie der Kick gefehlt. Aber kombiniert ist es das. Yummi. Ein Brathuhn ist mir zu umständlich, also habe ich für 2 Personen ein doppeltes Hähnchenbrustfilet verwendet. Und passt. Die Soße ist ein Gedicht und mit viel Baguette aufgetunkt hmmmm. Die Kalorien ignorieren wir hier selbstverständlich. Sowas isst man ja auch nicht jeden Tag. Und da ist Bärlauch drin, das zumindest ist gesund giggel.




Schnelles Ofenhuhn mit Bärlauch-Kräuter-Füllung und Noilly Prat

1 doppeltes Hähnchenbrustfilet putzen und halbieren. In jedes Filet eine kleine Tasche schneiden.

2 Becher Crème fraiche mit 4 Knoblauchzehen (durch die Knoblauchpresse gedrückt), 1 rote klein gewürfelte Zwiebel, frischen Thymian und frischen Zitronenthymian (die kleinen Blättchen abzupfen) und klein geschnittenen Bärlauch, Salz und Pfeffer mischen. Menge je nach Geschmack. Einfach probieren.

Die Hähnchenbrüste in eine Auflaufform legen und die Taschen mit der Kräuter-Crème fraiche füllen und von allen Seiten damit dick bestreichen. 

Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad ca. 30 Minuten garen, dabei nach und nach ca. 250 ml Noilly Prat angießen und die Crème fraiche immer wieder damit mit einer Gabel verrühren. Die Crème fraiche flockt im Ofen etwas aus, das ist normal, und wenn man immer schön den Noilly Prat mit der Crème fraiche vermischt, sieht man das kaum.

Ich habe jeweils ein Hähnchenfilet in eine kleine Auflaufform gegeben, gefüllt und dick mit der Kräuter-Crème fraiche bestrichen. Man kann die Menge natürlich verdoppeln oder für die Personenzahl anpassen und alles in einer großen Auflaufform oder auf einem tiefen Backblech garen. Das ist für Gästebewirtung sehr praktisch, da man das Rezept vorbereiten kann. 

Dazu Baguette, Nudeln oder Reis, Salat oder Gemüse. Oder einfach nur Baguette, die Soße schmeckt mit dem Baguette aufgetunkt einfach sooooo lecker.






Die erste Frühlings- und Osterdeko ist bei uns eingezogen. Der Hase war mal weiß. Das war meinem Wolkenmann zu weißlastig, also hat er den Hasen gelb gestrichen. MÄNNER!!!! kreisch. Nach dem ersten Schock habe ich mich daran gewöhnt. Dem Hasen scheint die Farbe auch zu gefallen. Die Gänseeier sind echte und vom Geflügelhof und das Moos habe ich in einem Gartencenter gekauft. Alles zusammen in einer Glasschale (Ikea lässt grüßen) dekoriert und fertig ist meine erste Osterdeko.

Falls ihr euch gefragt habt, ob ihr hier auf dem richtigen Blog seid, jawoll, ich konnte den ollen Ofen nicht mehr sehen und habe den Blog etwas modernisiert. Außerdem kommt einiges Neues. Nach über 700 Rezepten und fast 7 Jahren habe ich mal Lust einfach zu bloggen, so alles mögliche, wie z.B. heute die Osterdeko. Food gibt es weiterhin aber eben auch anderes. Lasst euch überraschen. Wenn es mir Spaß macht, lesen wir uns hier öfter.

Donnerstag, 9. März 2017

Backobst mit Klöße



Kindheitsessen sind prägend. Kennt ihr? Kennt ihr. Dieses kuschelige behütete Gefühl, das du als Kind beim Lieblingsessen deiner Kindheit hattest, das hättest du so gerne jeden Tag wieder. Geht nicht? Geht doch, zumindest ab und zu und wenn man eine Wolkenfee zuhause hat giggel. Mein Wolkenmann wollte Backobst mit Klöße. Äh ja????????

Leider sind die Kindheitsrezepte selten aufgeschrieben und überliefert worden. Früher kochte Mama oder Oma meistens die gleichen Rezepte und die konnte sie im Traum. Aus meiner Familie gibt es keine überlieferten Kochbücher mit Lieblingsrezepten. Das bedauere ich sehr, aber einige Rezepte sind überliefert, Mundpropaganda sozusagen, und die koche ich auch sehr gerne heute noch nach und habe prompt das kuschelige Gefühl der Kindheit.

Bei meinem Wolkenmann in der Familie gibt es einige Rezepte, die natürlich auch nicht aufgeschrieben wurden und die er so gerne wieder essen würde. Die Ungarischen Paprikaschoten habe ich ja so einigermaßen hinbekommen, aber es gibt noch so ein Rezept, das war bisher wirklich ein Problem. Mit einer Aussage wie "das war so lecker" und auf alle Fragen meinerseits (was war denn drin in dem Rezept, wie hat sie denn den Hefeteig gemacht, wie macht man denn die Sauce etc.) die Antwort "weiß ich nicht" kommt man nicht sehr weit.

Jahrelang habe ich mich nicht mehr darum bemüht aber neulich kam wieder ein "Ich würde sooooo gerne das mal wieder essen". Also habe ich gegoogelt und bin endlich fündig geworden und zwar hier 

Das Rezept kommt aus Schlesien und da wusste ich, dass es nahe an das Original herankommen muss, weil Wolkenfees Mama aus Schlesien kommt. Und es hat wirklich gepasst. Ich habe das Rezept etwas verändert und für uns hat es dann genau gestimmt.

Ich muss dazu sagen, mein Geschmack ist es nicht, weil ich nicht gerne süße Hauptgerichte esse, aber ich denke für Kinder ist es der Hit und für meinen Wolkenmann sowieso. Und da ich das Rezept endlich hinbekommen habe und natürlich wieder kochen werde, muss es in den Blog.

Ihr müsst unbedingt frische Hefe verwenden und die Hände zum Klöße formen mit Wasser benetzen, die Klöße kleben sehr stark und ihr bekommt sie sonst nicht aus der Hand ins Wasser.



Backobst mit Klöße

4 Personen oder 2 Erwachsene und 2-3 Kinder

Für die Soße

1 Packung gemischtes Backobst und 1 Packung getrocknete Pflaumen (ich habe im Biosupermarkt ungeschwefeltes getrocknetes Obst gekauft) in eine kleine Schüssel (am besten ein hoher Mixbecher) geben und mit Wasser bedecken. Über Nacht einweichen.

Am nächsten Tag das eingeweichte Backobst mit dem Wasser in einen Kochtopf geben und mit 1 EL Zucker aufkochen. 2 EL Vanillepuddingpulver mit etwas kaltem Wasser glatt rühren und zu dem Backobst geben. Kurz aufkochen lassen. Die Konsistenz sollte wie eine Vanillesoße sein. Wenn die Soße noch zu flüssig ist, dann nochmals 1-2 EL Vanillepuddingpulver mit kaltem Wasser anrühren und nach und nach unter aufkochen in die Soße geben, bis die Konsistenz passt. Beiseite stellen. Lauwarm servieren.

Für die Klöße

250 ml Milch mit 100 g Butter erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Handwarm abkühlen lassen.

500 g Mehl in eine Schüssel geben. 100 g Zucker dazu, 1 Würfel frische Hefe über den Zucker bröckeln und ca. 6 EL der lauwarmen Milchmischung dazugeben, mit einem Löffel etwas anrühren und den Vorteig ca. 20 Minuten gehen lassen. 2 Eier und die restliche Milch-Buttermischung dazu geben und zu einem Teig verkneten, von Hand oder mit der Küchenmaschine. 30 Minuten gehen lassen. Die Hände mit Wasser anfeuchten und aus dem Teig ca. 12 Klöße formen. In siedendes Wasser (nicht kochendes) geben und ca. 10 Minuten bei geringer Temperatur, das Wasser darf nicht kochen, garen lassen. 

Die Klöße auf Tellern verteilen, mit der Soße begießen und in Kindheitserinnerungen schwelgen.


Donnerstag, 23. Februar 2017

Mit Ernährung gegen Frühjahrsmüdigkeit, was wirklich hilft




Superfood ist der Foodtrend seit Monaten. Alle bisherigen Rezepte mit (Chiasamen, Goji und Acai-Beeren, Avocado, Grünkohl etc. und diese Pülverchen wie Maca oder Moringa Pulver oder Matcha Tee usw., brrr) die ich ausprobiert habe, fand ich nicht so toll, deshalb habe ich nie darüber gebloggt. 

Aber was ist eigentlich Superfood? Klickt mal hier drauf, das finde ich sehr interessant und sehe es genauso. Für mich ist Superfood ganz einfach gesundes Essen und zwar nach Jahreszeiten. Je nach Jahreszeit braucht der Körper andere Nährstoffe, deshalb gibt es für mich auch keine Erdbeeren im Winter, nur weil es in der Bowl gut aussieht. 

Am Samstag war ich mal wieder auf dem Wochenmarkt einkaufen. Am Obst-und Gemüsestand hat es mich dann umgehauen. Der erste Spargel, Mitte Februar, aus Holland, angeblich seeeehr lecker und soooo süß, für Euro 2,80 je 100 g. Wat? Das sind Euro 28,-- das Kilo Spargel. Wer kauft sowas dachte ich mir dann.

Die Erdbeeren daneben haben mich dann gar nicht mehr so geschockt, die gibt es ja mittlerweile das ganze Jahr. Schmecken außerhalb der Saison nach Wasser und sonst nach nix meiner Meinung nach. Machen sich ja aber gut auf Fotos hehe. Nein, dafür ist mir mein Geschmack und das Geld zu schade, bei mir gibt es keine Frühstücksbowl mit Beeren fürs Foto im Winter. Teuer und null Wirkung, da die Erdbeeren keine Inhaltsstoffe haben. Ich warte halt auf Juni/Juli und kaufe Erdbeeren frisch vom Feld.



So, da stand ich also am Beeren-Spargel-äh-Gemüsestand und grübelte so vor mich hin, was ich denn am Wochenende kochen will. Und zack, war frischer Schnittlauch, ein riesiger Kopf Wirsing und frisches Sauerkraut in meinem Einkaufskorb. Nur aus dem Gefühl heraus eingekauft.

In meiner Küche ist mir dann aufgefallen, dass ich extrem viel Kohl, wie Sauerkraut, Rotkohl, Weißkohl und Wirsing den Winter über gegessen habe. Sowohl roh als auch gekocht. Und jaja ich weiß, Sauerkraut ist fermentierter Weißkohl. Ich bewundere jeden, der das selbst machen kann. Ich gehöre nicht dazu, aber der Gemüsehändler hat frisches Sauerkraut vorrätig und das ist wirklich super lecker. Man muss nicht alles können.

Diese Erkenntnis, dass ich kohlsüchtig bin, musste ich dann überdenken, woher kommt denn dieser Hunger auf Kohl?

Im Dezember 2015 hatte ich eine ganz schlimme Virusinfektion, mich hat es so umgehauen, dass ich 10 Tage nicht aus dem Bett heraus kam und die Toilette mein Lieblingsplatz wurde nicht. Der Verdacht auf Salmonellen hat sich nicht bestätigt, aber die Symptome waren genau so. Ich weiß bis heute nicht, was das war, aber sowas möchte ich nie wieder erleben. Die 3 folgenden Monate war ich dauermüde. Und zwar ständig. Ich bin morgens aufgestanden und um 11 Uhr war ich zu nichts mehr zu gebrauchen. Geholfen hat nichts. Kein Sport, keine Ernährung, keine Tabletten, keine Globuli, nix.

Ab April hatte sich mein Körper dann wieder normalisiert aber irgendwie spukte mir dieses "Warum" im Kopf rum. 

Ich habe dann beschlossen, mich nicht verrückt zu machen und einfach auf meinen Körper zu hören. Und wenn der im Winter ständig Kraut ruft, dann gibt es Kraut.

Der ruft leider auch Schokolade (weniger) Leberwurst (eher) Fleischwurst (dauernd) Wiener Würste (ständig) ähm ja, man muss also genau hinhören und ganz energisch nein sagen, wenn sich die Fettpolster vermehren ;)

Eigentlich wollte ich euch mein geniales Wirsingrezept zeigen aber der Post wird jetzt irgendwie anders. Hm, das passiert öfters, und ich mag das eigentlich, das ist authentisch und einfach so wie ich. Also gibt es jetzt einen Blick auf meine Lieblingsrezepte mit Kohl und das Rezept kommt demnächst. 



Seit 1 Woche habe ich morgens einen riesigen Durst auf Tomatensaft und ich könnte den ganzen Tag Schnittlauchbrot essen. Sehr seltsam. Gefunden habe ich das hier 

"Ein ideales Frühjahrs-Essen gegen Müdigkeit: Vollkornbrot mit Butter und Schnittlauch."

Und das sind die Lebensmittel, die angeblich gegen Frühjahrsmüdigkeit helfen und es sind genau die Produkte, die ich instinktiv momentan esse. Vor allem die Hühnersuppe, gegen Erkältung, Jim unser Hund liebt sie auch.


Sonnenblumenkerne
Rote Bete
Petersilie, Schnittlauch und frische Kräuter
Knoblauch
junge Karotten
Sojaprodukte (ähmnödieesseichehernicht)
Hühnerfleisch
Apfel
Kiwis
Orangen
Zitronen
Grapefruit
Paprika
Eier
Löwenzahn und Bärlauch (wenn die Saison kommt)
Lauch
viel Mineralwasser trinken
raus in die Natur und Sauerstoff einatmen
und Sauerkraut Näheres hier

weitere Tipps hier und hier

Das warum und wieso diese Lebensmittel wirken erspare ich euch, wen es interessiert, der googelt einfach mal. Es gibt sehr viel Literatur und Internetseiten dazu. 

Und als Service des Hauses hier noch meine Lieblingsrezepte mit Kraut. Beim Klick aufs Bild kommt ihr zum Rezept.



Jakobsmuscheln auf Vanille-Champagner-Kraut




Sauerkrautsuppe




Bauernsuppe




Coleslaw




Weißkohl asiatisch im Wok

Ich wünsche euch ein schönes Faschingswochenende, keine Frühjahrsmüdigkeit und dass die Grippe-Erkältung-undsonstigeböseViren einen großen Bogen um euch machen.



 
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