Mittwoch, 30. Juni 2021

Zander mit Speck-Sauerkraut

 


Laptop defekt, Insta etwas aufgeräumt und Posts gelöscht mit Rezepten, doofes Wetter, mimimimimi..... Bloggerunlust usw. Und die Zeit vergeht....

Also, Läppi geht wieder aber fragt nicht. Manchmal kann man nur noch schreien, Kopfschütteln und sich fragen ob die Menschheit irgendwie verblödet. Sorry aber manchmal könnt ich mich derzeit nur noch wundern.

Von einem Reparaturkostenvoranschlag von 650 Euro, weil angeblich alles kaputt am Läppi (und ich war bei einem namhaften deutschen Unternehmen, nix Basar und so), bin ich letztendlich bei 39,90 Euro für ein neues Ladegerät gelandet. Und tataaa, ich kann wieder mit meinem eigenen Laptop arbeiten. Auf dass das Teil noch weitere 6 Jahre lebt.

Ihr müsst jetzt leider mit mega unterirdischen Handyfotos leben, sorry. Hätte ja aber auch nicht gedacht, dass ich feststelle, dass Rezepte auf Insta irgendwie für mich nicht funktionieren. Ich muss sie auf meinem Blog haben. Also, die inneren Werte zählen...

Wenn ich an die Zeiten von meinem Blogbeginn vor über 10 Jahren zurück denke, da waren die Fotos auch nicht besser, muahahaha

Zander mit Speck-Sauerkraut

2 Personen

200 g Zanderfilet, frisch, nicht eingefroren, das wird nix

Für das Sauerkraut

500 g Sauerkraut in einem Sieb mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen. In einem Topf 1 EL Öl und 1 EL gewürfelten Bauchspeck auslassen. 1 gewürfelte Zwiebel dazu und andünsten. Das Sauerkraut dazu und 2 Lorbeerblätter, 2 zerdrückte Wacholderbeeren, Salz, Pfeffer, 125 ml Weisswein, 200 ml Sahne. Deckel drauf und 50 Minuten auf kleiner Stufe garen. Wenn nötig ab und zu Wasser nachgießen. 3 EL Creme fraiche dazu und kurz ziehen lassen. Fertig.

Für den Zander

200 g Zanderfilet mit Salz und Pfeffer würzen und von beiden Seiten mehlieren. In einer Pfanne (ich habe eine Eisenpfanne auf den Grill gestellt) 1 EL Öl und  EL Salzbutter erhitzen und den Fisch von beiden Seiten braten. Das geht ganz schnell, ca. 1 Min von jeder Seite. Mit dem Sauerkraut und Kartoffeln oder Baguette servieren. Über den Zander frischen Zitronensaft, Sel de Camargue und schwarzen Pfeffer aus der Mühle geben.



Freitag, 28. Mai 2021

Lyonerpfanne eine saarländische Kindheitserinnerung

 



Kindheitserinnerungen, als dieses Thema als Vorschlag für das nächste Bloggerevent der Rhein-Neckar-Blogger kam waren alle Bloggermädels gleich begeistert. Wer hat keine Erinnerungen an Lieblingsessen in seiner Kindheit? Eben.

Meinen Blogpost muss ich mal wieder als Werbung kennzeichnen, da ich Blogger verlinke und Markennamen nenne, die ich persönlich gut finde. Ich wurde dazu nicht beauftragt, erhalte kein Geld oder sonstige Vergütung dafür und dies ist ein redaktioneller Beitrag.

Eine kleine Zeitreise zurück in meine Kindheit bedeutet für mich auch Erinnerungen an schöne Erlebnisse, Urlaube, Gerüche und der Geschmack von Speisen auf der Zunge. Schon komisch, dass man sich erinnert, wie welches Gericht in der Kindheit geschmeckt hat und was man gar nicht essen wollte. Bei mir waren es Schwarzwurzeln, brrrr. Und das hat sich bis heute nicht geändert. Ich esse alles aber Schwarzwurzeln, nein danke.

Bei mir sind die Kindheitserinnerungen saarländische Rezepte wie Dibbelabbes, Geheiratete, Grumbeer-Kieschelscher, BibbelchesbohnesuppBettseijersalat, Kartoffelwaffeln, Kirschpfannkuchen und Süßes wie Kuchen zum Geburtstag, Waldmeistergrütze mit Vanillesoße, Vanille- und Schokoladenpudding und das für mich bis heute allerliebste Lebensmittel... Lyoner.

Bei Lyoner habe ich eine Macke, die geht niemals weg. Obwohl ich weiß, dass es gesündere Lebensmittel gibt... ohne Lyoner geht nix. Ich bringe es aber zumindest fertig, den Lyonerverzehr auf 2-3 Mal im Monat zu begrenzen. Und wenn, dann esse ich sie kalt. Auf Roggenbrot mit Butter und Senf. 

Im Saarland ist die "Saarländische Lyoner" als geografische Ursprungsbezeichnung geschützt. Im Rest von Deutschland heißt sie Fleischwurst. Im Saarland schmeckt sie auch anders als im Rest der Welt, das liegt an der Fleischzusammensetzung von z.B. Schweinefleisch und Rindfleisch und an den zugegebenen Würzungen.

In meiner Kindheit bin ich gerne mit meiner Mutter oder meiner Oma einkaufen gegangen zum Metzger. Da gab es immer eine kleine Scheibe Lyoner in die Hand fürs Kind. Und schon habe ich eine Entschuldigung für meine Lyonermacke. Frühkindliche Prägung, jawoll. Ich kann nichts dafür.


Darf ich euch vorstellen, das sind Püppi und Teddy. Mein Lieblingsspielzeug aus meiner Kindheit. Ich konnte sie nie weggeben und heute bin ich sehr froh darüber sie noch zu haben. Sie sitzen beide in einem Korb an einer Wand im Schlafzimmer und passen auf mich auf. 


Das Buch "Meine Uhr" ist auch ein Überbleibsel aus Kindertagen, ich mag einfach die Farben und Figuren so gerne, auch heute noch. Das Kinderbuch steht auf einem Regal über meinem Schreibtisch. 


Der Lyoner (das heißt im Saarland so, maskulin) war früher im Saarland mit Weck (Brötchen), Butter, Senf und Bier ein typisches Abendessen und eng mit dem Bergbau verbunden. Für Bergleute, die körperlich schwer arbeiten mussten, war sie ein guter Eiweißlieferant. Steaks waren teuer, der Lyoner war ein entsprechender Ersatz. Die saarländische Lyoner wird zum Ring geformt, angeblich damit die Bergleute sie auf dem Arm zur Arbeit tragen konnten. 

Warm gab es Lyoner natürlich auch. Auf den Grill gelegt, im Brot mit gebacken, im Auflauf drin oder als Lyonerpfanne. Im Saarland wird die Lyonerpfanne mit in Scheiben geschnittener Fleischwurst und ebenfalls in Scheiben geschnittenen gekochten Kartoffeln zubereitet. Diese große Menge hätten Püppi und Teddy natürlich nicht in den kleinen Mund bekommen, deshalb habe ich die Zutaten in kleine Würfel geschnitten. Und ich habe noch ein bisschen Gemüse in der Pfanne versteckt, damit wird das Essen gesünder und nett aussehen tut es auch. Das Auge isst ja schließlich mit.




Lyonerpfanne

4 Portionen

1/2 Ring Lyoner in kleine Würfel schneiden. 

4 mittelgroße Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden.

50 g Speck klein würfeln

1/2 rote und 1/2 gelbe Paprikaschote putzen und klein würfeln.

1 rote Zwiebel schälen, vierteln und in dünne Streifen schneiden.

3 handvoll TK Erbsen

Majoran oder Basilikumblättchen als Deko

Für die Bratkartöffelchen in einer Pfanne den Speck in wenig Pflanzenöl auslassen und die Kartoffelwürfel darin bei geringer Hitze braten, bis sie gar sind. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die fertigen Bratkartoffeln in eine Schüssel geben und beiseite stellen.

Die Pfanne wieder mit wenig Öl erhitzen und die Paprika und Zwiebeln darin bissfest garen. Die Erbsen dazu geben und weich garen. Die Lyonerwürfel kurz mit anbraten. Die Kartoffeln wieder in die Pfanne geben, nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Majoran oder Basilikum bestreuen. 

Am urigsten ist es, wenn man die Lyonerpfanne in einer Eisenpfanne zubereitet und diese dann zum Servieren auf den Esstisch stellt.

Im Saarland serviert man klassisch Spiegeleier dazu. 


Und jetzt schaut mal auf das Kinderfoto. Da war ich fast 4 Jahre alt. Und was lag unter dem Weihnachtsbaum? Ein kleiner Kinderofen. Und somit schließt sich der Kreis. Vom Kinderofen zum Foodblog. Passt ;)


Die Kindheitserinnerungen meiner Bloggermädels findet ihr wie immer auf unserem Gemeinschaftsblog. Klickt aufs obige Foto, dann kommt ihr direkt hin.



Mittwoch, 14. April 2021

Pasta alla Norma



Keine Lust zu kochen und das über Monate? Dass mir das mal passieren könnte hätte ich nie gedacht. Es ist aber so. Vielleicht liegt es an diesen ewig kalten Temperaturen seit Monaten. Ich habe das Gefühl ich bin seit Januar dauermüde und irgendwie hat diese Kälte kein Ende. Über das böse Virus mit C müssen wir erst gar nicht sprechen, das nervt zusätzlich und zwar ganz ganz arg.


Ich rappel mich jetzt mal ganz energisch aus meinem Bloggertief raus und tataaa poste ein Rezept, was nach wärmeren Temperaturen klingt. 

Es ist ein italienischer Klassiker. Das Rezept wollte ich schon ewig mal bloggen aber irgendwie hab ich es immer vergessen.

Pasta geht ja bei mir immer. Ich könnte ohne Pasta nicht leben. Kartoffeln, Reis, Quinoa, Hirse und alle anderen Körner auf die kann ich notfalls verzichten. Aber auf Nudeln verzichten, näääää das geht gar nicht.

Aus diesem Grund geht Pasta bei mir im Vorratsschrank niemals aus, genauso wie selbstgemachte Tomatensauce im Tiefkühler und Parmesan im Kühlschrank. Dazu gutes Olivenöl, Salz und Pfeffer frisch aus der Mühle und frisches Basilikum. Mehr brauche ich nicht, um zu überleben. Und zwar die Kälte und C. Das gute daran? Beides ist begrenzt und irgendwann vorbei. Aber meine Pastaliebe, die bleibt für immer. Da bin ich mir ganz sicher.

 


Pasta alla Norma



Diese Pasta wurde einer Legende nach 1831 zur Feier der Premiere von Vicenzo Bellinis Oper Norma in Mailand kreiert. In einem sizilianischen Gasthaus in Catania.

Im Originalrezept wird Ricotta salata über das Gericht gegeben. Da ich diesen sizilianischen Schafskäse nicht bekommen habe und auf normalen Schafskäse keine Lust hatte, habe ich Parmesan verwendet. Passte sehr gut.

Eine Aubergine in längliche Streifen schneiden und in Olivenöl anbraten. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Über eine selbst gekochte Tomatensauce mit viel Basilikum geben, mit geriebenem Parmesan bestreuen und zu Spaghetti oder Pasta nach Wahl servieren.

Das ist es schon und das Rezept schmeckt wirklich sehr nach Urlaub im Süden.




 
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