Montag, 16. Januar 2017

Hackbällchen in Tomatensauce oder die falschen Köttbullar und das Hochbeet im Winter




Frikadellen, Buletten, Fleischpflanzerl, Fleischküchle.... sind laut Wikipedia "...gebratene Klößchen aus Hackfleisch, die unterschiedlich zubereitet, geformt und benannt werden" 

Genau!!! 

Und was ist jetzt mit den Köttbullar? Den Schwedischen? Ikeas Leibgericht? Köttbullar sind laut Wikipedia "...traditionelle schwedische Fleischbällchen, die gebraten mit Preiselbeerkompott..., Sahnesauce und Salzkartoffeln ...serviert werden"

Ja, genau soooo, wollte ich sie immer schon mal kochen, diese Köttbullar. Mit Sahne und Senf (amerikanisches Rezept) und cremiger Sauce. Blöd ist nur, dass ich die eigentlich gar nicht so gerne mag. Egal, kann man ja testen, vielleicht schmecken sie selbstgemacht besser als bei Ikea. 



Tja, das war ein Traum. Denn ich koche nicht für mich alleine und ich esse auch fast nie alleine. Uuuuunnnnnd.... hört ihr es? Dieses Oooooh neeeeiiiiiiiin alles nur nicht Köttbullar, DASESSEICHNICHT!!!!! Nie nie esse ich das, kannst alleine essen (und jetzt ein Insider "Hab ich`s nicht gesagt, hab ich. Aber dass es so schlimm wurde...ähmja)




Mein Wolkenmann isst sich ganz lieb (meistens) durch alle Rezepte, die ich dann poste (oder auch nicht). Aber wenn er nicht will, dann will er nicht. Und alleine für mich kochen finde ich doof. Also musste für das eingekaufte Rinderhackfleisch eine Alternative her. 


Kleine Bällchen sollten es werden aber in einer anderen Sauce. Hackbällchen in Tomatensauce. Jawoll. Erst mal gucken, ob ich das schon mal gebloggt habe. (bei über 700 Rezepten kann man schon mal den Überblick verlieren, ist so) und nein, noch nicht. Waaaaaas, eines der beliebtesten Kinderrezepte und ich habe das noch nie gekocht. Nö, weil ich Frikadellen immer so mag, ohne viel Tüddeli drumrum. 

O.k. O.k. wenn es schon keine Sahnesauce wird, dann wenigstens Sauce, egal welche. Tomaten, Tomaten geht immer. 

Ums vorweg zu nehmen, zum Reinlegen lecker. Wolkenmann war happy und ich auch. Köttbullar, was ist das????? (Ist aber nicht ausgeschlossen, dass ich es doch noch teste, bin ja neugierig)





Hackbällchen in Tomatensauce

4 Personen

Für die Tomatensauce

1 Zwiebel und 2 Knoblauchzehen schälen und klein würfeln. 
Suppengemüse nach Wunsch ebenfalls klein schneiden.
In einem Kochtopf Butterschmalz erhitzen und Zwiebel, Knoblauch und Gemüse anschwitzen. Tomatenmark dazu und mitschwitzen lassen.
Einen Schuss Rotwein zugießen und komplett reduzieren lassen.
Dann nochmals einen Schuss Rotwein zugießen und wieder reduzieren lassen.
2 kleine Dosen ganze Tomaten dazugeben. Würzen mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver scharf. Auf kleiner Hitze ca. 45 Minuten mit Deckel drauf köcheln lassen. Dann abschmecken, eventuell nachwürzen.

Für die Hackfleischbällchen

1 Brötchen in 1 Tasse kochender Milch einweichen.
600 g Rinderhack, mit 1/2 klein gewürfelten Zwiebel,1 kleingeschnittenen Knoblauchzehe, kleingezupfter Petersilie, 1 Ei, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Piment und dem eingeweichten ausgedrückten Brötchen vermengen.

In einer Pfanne mit erhitztem Butterschmalz von allen Seiten anbraten. Die Hackbällchen sollten innen noch roh sein, da sie in der Tomatensauce noch durchziehen.

Die Hackbällchen in die Tomatensauce geben und bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten garen lassen. 

Ich habe sie mit kurzen Nudeln serviert. 

Lecker wars echt lecker ;)

Und jetzt noch ein Update zu meinem Hochbeet. Es sieht auch im Winter gut aus. Die einzigen überlebenden Kräuter sind Thymian und Lorbeer. Aber das nutze ich so richtig aus. Ich stiefele mit Stiefeln im Schnee zum Hochbeet und ernte Kräuter, hach!!!!







Ähm ja, das ist ein Gemüse, denke ich, nur welches? Ein Überbleibsel vom Sommer und ich trau mich nicht ran, sieht schön aus, das langt.



Donnerstag, 5. Januar 2017

Wildgulasch oder der ultimative tricky Tipp, um aus jeder Sauce zu Gulasch eine Feinschmeckersauce zu zaubern



Könnt ihr Saucen kochen? Also ohne Fertiggedöns zu benutzen, schnell und einfach und lecker gemacht? Nein, ich auch selten. Es ist sehr schwierig und für meine Begriffe das Schwierigste in der Kochkunst. 

Wenn ich Stunden Zeit hätte und zig Euro für Zutaten, dann, ja dann, wäre das alles ganz einfach diese Saucenzauberei. Ich will aber für eine Sauce keine 10 Stunden benötigen und auch keine 50 Euro ausgeben. 


Ich habe vor einiger Zeit einen sauteuren Saucenkochkurs besucht, weil ich es endlich mal lernen wollte. Als Riese ging ich rein, als Maus raus. Seitdem verstehe ich, warum ein Löffel Sauce in der Sterneküche mit 5 Euro berechnet wird (Stand vor ein paar Jahren, also bitte legt mich nicht auf den genauen Preis fest, jedenfalls ist es irre) Und wenn dann ein Gast sagt, kann ich bitte noch Sauce bekommen, dann ist es ja kein Wunder, dass die Küche Schnappatmung kriegt.


Ich bin ein Saucenfreak. Ohne Sauce geht bei mir nix. Und deshalb probiere ich jeden Trick aus, um eine gute Sauce zu kochen. Alles, was gut klingt und schmecken könnte. Und tataaaa. Da isse, die Sauce für Gulasch und Wildgerichte.



Ähm weiter bin ich noch nicht. Eine einfach zuzubereitende Sauce für Fisch, Rindfleisch und Geflügel habe ich noch nicht gefunden, aaaaber, auch nur eine Sauce, die perfekt ist, ist ja schon mal ein mega Anfang nech?




Wildgulasch und der ultimative tricky Saucen Tipp

Das Rezept ist abgewandelt aus dem Kochbuch Alfred Biolek, Die Rezepte meiner Gäste, uralt aber ich liebe es

Wildfleisch zu bekommen ist nicht so einfach. Ich kaufe immer das Hirschedelgulasch TK vom Aldi und bin bisher sehr sehr zufrieden damit. 

Für 2 Personen

500 g Wildgulasch (Hirschedelgulasch o.ä.)
1 Möhre, 1 Stück Sellerie, 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen 

Das Fleisch in gulaschgroße Würfel schneiden (oder bei gewürfeltem Fleisch nochmals überprüfen, ob keine Sehnen mehr dran sind, ansonsten diese entfernen)

Das Gemüse putzen und klein schneiden.

In einem Schmortopf Olivenöl erhitzen und das Fleisch rundum scharf anbraten. Das Gemüse, 2 Lorbeerblätter, 3 Zweige Rosmarin dazugeben und anschmoren.

Nach und nach 1/4 Liter guten Rotwein angießen, dabei immer wieder reduzieren lassen, bis der Wein fast verdunstet ist.

Ca. 300-400 ml Rinderbrühe angießen, mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat würzen. Deckel drauf und mindestens 1-1,5 Stunden leise köcheln lassen.

Wer mag nimmt das Fleisch heraus und passiert das Gemüse. Das mache ich nie, ich finde es so perfekt. 

Und jetzt zur ultimativen tricky Würzsauce

100 g Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten. 1 TL braunen Zucker darüber geben und karamellisieren lassen. 2 TL ungesüßtes Kakaopulver und 100 g in Grappa oder Schnaps eingelegte Rosinen dazu geben. Kurz köcheln lassen, bis die Masse bindet und dann mit 3 EL gutem Aceto Balsamico ablöschen. 

Diese Würzsauce unter das fertige Gulasch mischen und falls nötig nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Petersilie darüber geben und servieren. Dazu passen Kartoffelknödel, mit 1 Zimtstange gekochtes Rotkraut und ich mag noch gerne Preiselbeeren aus dem Glas dazu (auch von Aldi)

Tataaa, das perfekte Gulasch, ein traumhaftes Rezept im Herbst und Winter.

Ich wünsche euch einen wunderbaren Start ins neue Jahr.

Die Schneefotos habe ich heute beim Gassigehen mit Jim aufgenommen. Winterwonderland vor der Haustür.





Dienstag, 6. Dezember 2016

Winterlicher Feldsalat mit Granatapfeldressing




Feldsalat ist für die Wolkenfee Family das non plus ultra im Herbst und Winter. Vor allem ich liebe diesen Salat. Er lässt sich so einfach variieren und passt immer. 

Als Vorspeise

Entenbrust mit Feldsalat Birne und Roquefort 

Scampis mediterranée mit Feldsalat

Forellenmousse mit Feldsalat


als Salatrezept

Feldsalat mit Speck-Waldpilz-Dressing

Feldsalat mit Walnussdressing und gegrillter Ziegenkäse-Birne

Feldsalat mit Kartoffeldressing

Als Vorspeise liebe ich die Kombination aus Feldsalat, Prosciutto, Parmesan und einem leckeren Dressing. 

Upps, ich korrigiere mich, denn heute, heute ist Nikolaus und deshalb gibt es die Edelversion des Käses, den *Grana Padano. Wer mehr wissen möchte und an dem Unterschied zwischen Parmesan und dem Grana Padano interessiert ist, der kann hier nachlesen.

Und Prosciutto ist auch nicht gleich Prosciutto, da entscheidet die Herkunft und die Verarbeitung, wie lecker er schmeckt. Hier könnt ihr näheres zum *Prosciutto die San Daniele nachlesen.


Und nun zum Rezept und zu meinem Granatapfeldrama. Boah, Granatapfel. Das ist für mich ein schreckliches Lebensmittel. Versaut die ganze Küche, schmeckt nach nix, wenn du drauf beisst kracht es so, dass du Panik bekommst, ob noch alle Zähne drin sind. Aaaber, ich bin ja Foodrezepte und Foodfoto anfällig. Und der momentane Hype ist ja Granatapfeldressing zu Wintersalat, Granatapfelkerne in Müsli, Bowls (auchsowashmpfff) usw. Da musste ich das dann auch mal ausprobieren, jawoll. Und, ne, ne, neeeeeee. Für mich schmecken diese Kerne nach nix. Aber, sie bringen auf Foodfotos für Salat und co das gewisse etwas. Rot, weihnachtliches rot, Nikolausrot.



Für mich passen Feldsalat, Dressing, Prosciutto di San Daniele, Grana Padano, Pinienkerne perfekt zusammen und es schmeckt super lecker. Die Granatapfelkerne o.k. kann man machen, muss man meiner Meinung nach aber nicht. Es sei denn, ihr gebt damit an.....ich kann Kerne aus Granatapfel rausholen ohne eine riesen Sauerei zu veranstalten. Oh echt, dann bitte melde dich, das Geheimnis will ich gerne wissen. Und jaaaaa, ich kenne den Trick unter Wasser. 



Winterlicher Feldsalat mit Granatapfeldressing

ohne Mengenangabe, verwendet so viele Zutaten, wie ihr möchtet

Den Feldsalat putzen, waschen und trocken schleudern.
Aus dem Granatapfel die Kerne auslösen (viel Spaß hehe)
Grana Padano mit einem Kartoffelschäler in feine Streifen hobeln.

In einer beschichteten Pfanne 2 klein geschnittene Schalotten in 4 EL gutem Olivenöl anschwitzen. Ca. 2 EL Pinienkerne dazugeben und goldbraun rösten. Mit soviel Olivenöl auffüllen, dass genug Dressing entsteht. Ich habe ca. 4 EL dazu gegeben. Kurz erwärmen und beiseite stellen.

Für das Salatdressing Salz, Pfeffer, 1 EL Dijonsenf, 1 EL weißen Balsamicoessig und eine Prise Zucker mit dem Schneebesen in einer Schüssel verquirlen. Die Pinienkern-Schalotten-Olivenöl-Mischung dazugeben und vermischen.

Den Feldsalat mit dem Dressing vermengen und auf Tellern verteilen. 
Mit Prosciutto di San Daniele in dünnen Scheiben, den Grana Padano Streifen und den Granatapfelkernen anrichten. 

Ich geh dann mal meine Flöte suchen. Die ist noch aus Kinderzeiten und wird nur in der Weihnachtszeit genutzt. Was das heißt könnt ihr euch vorstellen giggel. Ich spiele heute abend zum Nikolaus Weihnachtslieder und übe vorher nie. Da wir hier alle keine musikalischen Talente sind passt das schon ;) 



* prsample Beide Zutaten bekam ich als Produktsendung zum Testen zur Verfügung gestellt. Danke dafür.