Freitag, 8. Mai 2020

Auberginen mit Taboulé und Baba Ghanoush zwei Rezepte aus 1001 Nacht



Ich war letztes Wochenende im Orient. Auf meinem Balkon in der Kulisse meines heutigen Blogposts, einem Fotoshooting für 1001 Nacht.




Ein orientalisches Event der Rhein-Neckar-Blogger. Mit orientalischen Rezepten habe ich es ja überhaupt nicht. Das liegt sehr wahrscheinlich an einem Urlaubstrauma, was zig Jahre her ist. Cluburlaub in Tunesien. Für mich ein Alptraum. Tierkadaver, die vor den Türen von Metzgerläden draußen hingen, waren noch das Harmloseste. Ich war von 2 Wochen Urlaub 10 Tage krank, sehr krank. Übrigens der ganze Club, weil das Trinkwasser bakteriell verseucht war. Zuhause hatte ich noch 6 Wochen Drama, weil meine Darmflora hinüber war und ich Tabletten nehmen musste. So kann man auch abnehmen :)



Jedenfalls werde ich niemals wieder in ein okzidentales Land fahren. Aber es gibt sicher auch Rezepte, die Wolkenfee tauglich sind, dachte ich mir so, und deshalb habe ich bei dem Blogevent nun doch mitgemacht. Außerdem tat mir der Sonntag auf orientalisch Balkonien richtig gut.



Das Erstaunlichste für mich war aber, dass mir die beiden Rezepte, die ich mir ausgesucht hatte, wirklich sehr gut geschmeckt haben. 

Das Baba Ghanoush, ein Dip aus Auberginen und Tahinipaste war für mich eine Offenbarung. Ich kannte bisher nur Auberginenkaviar und das fand ich nicht so prickelnd. Das Rezept für Baba Ghanoush aber ist super und ratz fatz gemacht. Ich würde die beiden Rezepte, die sich prima ergänzen, wieder kochen und deshalb gehören sie zu Recht hierher, auch ohne das 1001 Nacht Event.


Auberginen mit Taboulé und Baba Ghanoush

Für 2 Personen braucht ihr folgende Zutaten

2 Auberginen
Olivenöl
Meersalz
Tahinipaste
2 Knoblauchzehen
2 Zitronen
Salz
Pfeffer
Couscous
Gemüsebrühe
50 g Rosinen
2 Tomaten
1 gelbe Paprika
1 Frühlingszwiebel
8 Radieschen
10 Minzeblätter
Joghurt

Zubereitung:

2 Auberginen säubern und längs halbieren. Mit einem Messer ringsum am Rand das Fruchtfleisch etwas einschneiden, dann lässt sich das Fleisch der Aubergine nach dem Garen besser auslösen. Die Auberginenhälften auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit 6 EL Olivenöl bestreichen und mit grobem Meersalz bestreuen. In den auf 180 Grad Umluft/200 Grad Ober-Unterhitze vorgeheizten Backofen schieben und ca. 25-30 Minuten garen, bis die Auberginen weich sind. 

Abkühlen lassen und die Auberginenhälften aushöhlen. Das Fruchtfleisch für das Baba Ghanoush weiterverarbeiten. 2 ausgehöhlte Auberginenhälften beiseite legen für die Auberginen mit Taboulé.




Baba Ghanoush

Das Fruchtfleisch von 4 Auberginen in einen Mixer geben. 6 EL Tahinipaste, 2 geschälte Knoblauchzehen, Saft 1 Zitrone, Salz, Pfeffer dazu geben und zu einer Creme mixen.



Auberginen mit Taboulé

Für das Taboulé

125 g Couscous mit 250 ml Gemüsebrühe kurz aufkochen. Vom Herd ziehen und 10 Minuten quellen lassen. Mit einer Gabel auflockern.

50 g Rosinen 5 Minuten in Wasser einweichen.

Folgendes Gemüse klein schneiden, 2 Tomaten, 1 entkernte Paprika, 1 Frühlingszwiebel, 8 Radieschen. 

Saft von 1 Zitrone mit Salz, Pfeffer und 4 EL Olivenöl verquirlen. Mit den Rosinen und dem Gemüse über den Couscous geben und gut vermischen. 10 Minzeblätter klein zupfen und untermischen.

Das Taboulé schmeckt am besten, wenn es über Nacht im Kühlschrank durchgezogen ist.

Zum Anrichten 2 Auberginenhälften mit Taboulé füllen, mit etwas Joghurt beträufeln und mit Minze garnieren. Dazu das Baba Ghanoush servieren.


Das Getränk ist alkoholfreier Hugo rosé mit Minze. Weil ich keinen Tee mag, der wäre natürlich standesgemäßer gewesen. Minztee aus frischer Minze in einem orientalischen Teeglas. Ach nee, ich bleib bei Hugo.




Beim Klick auf das Bild kommt ihr zu dem 1001 Nacht Blogevent der Rhein-Neckar-Blogger mit weiteren orientalischen Rezepten.



Sonntag, 3. Mai 2020

Salamibrot selbst gebacken, ein Krustenbrotrezept mit Buttermilch im Teig




Brot selbst zu backen scheint in der momentanen Situation total angesagt zu sein. Und Kuchen, Kuchen für die Nerven. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass ich seit 8 Wochen keine Hefe zu kaufen bekomme. Aber für mein heiß geliebtes Salamibrot hat es noch gelangt. Das Salamibrot habe ich bereits gebloggt, allerdings mit einem anderes Brotrezept. 

Das Krustenbrot finde ich noch leckerer und es löst wohl mein Blitzbrot ab. 

Das Salamibrot ist ein richtiges Familienrezept. Lauwarm gegessen und mit Butter drauf schmeckt es am besten. 

Ich habe das Brot im Römertopf gebacken. Es geht auch in einer Brotbackform, in einem Bräter oder einfach auf dem Backblech.




Salamibrot

400 g Weizenmehl, 200 g Roggenmehl, 450 ml lauwarme Buttermilch, 1/2 Päckchen Trockenhefe, 2 TL Salz, 1 TL Zuckerrübensirup, 1 EL Balsamico

Alle Zutaten miteinander verkneten. Am besten geht das in der Küchenmaschine. Nach dem Kneten den Teig in eine Schüssel geben und mit einem feuchten Küchentuch abdecken. 1 Stunde gehen lassen.

Von einer Stangensalami, (ich nehme immer Edelsalami) ca. 500 g abschneiden und in kleine Würfel schneiden. Die Salamiwürfel unter den Brotteig kneten. 

Eine Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den Teig darauf legen. Den Teig nacheinander von jeder Seite aus zur Mitte hin falten. Die Backform ausfetten und mit Mehl bestäuben. Den Römertopf nur mit Mehl bestäuben. Den Teig mit der glatten Seite nach oben in die Form legen.

Die Form abdecken und den Teig nochmals 30 Minuten gehen lassen.

Die Brotoberfläche Brot 4 mal quer einschneiden. 

Den Römertopf mit Deckel drauf in den kalten Backofen stellen. Auf 200 Grad Ober-Unterhitze 1 Stunde backen. Deckel herunter nehmen und weiter backen, bis das Brot knusprig und durch ist. Bei einem Bräter, Backblech oder Backform den Ofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze vorheizen und das Brot ca. 60-70 Minuten backen.



Das Rezept für die Löwenzahnbutter und die Bärlauchbutter findet ihr hier



Freitag, 17. April 2020

Löwenzahnbutter, Bärlauchbutter und Rezepte mit Löwenzahn und Bärlauch


Es könnte sich bei diesem redaktionellen Post um Werbung handeln, weil ich einen Film nenne und eventuell Marke zu erkennen ist


Kennt ihr den Film "Und täglich grüßt das Murmeltier"? Der Film ist von 1993 also 27 Jahre alt und einer meiner Lieblingsfilme.

Die Idee des Filmes jeden Tag aufzuwachen und den einen Tag, an dem man in der Zeitschleife hängen geblieben ist, ständig wieder zu erleben, den fand ich spannend.

Ich habe mir oft vorgestellt, wie ich diesen einen Tag jeden Tag neu erleben und neu gestalten würde.

Jetzt hänge ich drin in der Zeitschleife. Komme mir vor wie das Murmeltier und erlebe jeden Tag neu und doch irgendwie gleich. Da kommt so ein kleiner Virus daher und krempelt mal kurz die ganze Welt um. Und dich mit.

Aber du kannst jeden Tag neu gestalten, auch wenn deine Woche momentan gleich abläuft und du vieles nicht darfst. Eines kannst du immer, deinen Tag und dein Leben gestalten, im Kleinen wie im Großen. Und dazu braucht es nur Phantasie, Lebenslust, Neugier und positive Gedanken.


An dieser ganzen Situation fällt mir auch Positives auf. Die Menschen interessieren sich wieder für die Natur. Noch nie war der Wunsch raus zu gehen, zu Joggen, Spazieren zu gehen oder einfach nur frische Luft zu tanken so stark wie derzeit. Ich wohne ja jetzt wirklich hinter den Bergen bei den 7 Zwergen und eigentlich ist es hier sehr ruhig. Äh ja, man glaubt es nicht, wie viele Menschen derzeit hier rumlaufen. Und sich für Gras, Löwenzahn und Kräuter interessieren. 



Mich haben Kräuter schon immer fasziniert. Aber wegen Zeitmangel habe ich irgendwie immer den richtigen Zeitpunkt verpasst. Dieses Jahr nicht.



Seit Wochen mache ich jeden Tag Nordic Walking in der Natur. Und vor ein paar Tagen bin ich schon morgens um 8 Uhr raus und habe Wildkräuter gesammelt.


Löwenzahn, Bärlauch, Gänseblümchen. Zu mehr reichten leider meine Kenntnisse nicht und ich wollte auch nix Ungenießbares sammeln.



Ich habe zweierlei Buttermischungen daraus gemacht. Geht schnell, schmeckt lecker und ist super gesund.



Aber zuerst gibt es Rezepte mit Löwenzahn und Bärlauch, die ich bereits gebloggt habe


Mit Löwenzahn habe ich schon einige Rezepte ausprobiert. 



Löwenzahnhonig



Löwenzahngelee



Löwenzahnsalat

und aus Bärlauch auch


Bärlauchbutter und Bärlauchpaste



Bärlauchöl



Stampfkartoffeln mit Löwenzahn und Bärlauchöl



Schnelles Ofenhuhn mit Bärlauch-Kräuter-Füllung


Bärlauch-Flammkuchen


Verrine mit grünem Spargelsalat, Bärlauchcreme, Radieschen und Wachtelei


Spargel-Fenchel-Bärlauch-Tarte



Drei-Käse-Risotto mit Gorgonzola, Schafskäse und Parmesan, Spinat und Bärlauch



Buttermilchterrine mit Lachs und Bärlauchöl im Glas

Huch, jetzt fällt mir bei dem Rezept auf, dass ich meinen 10. Bloggeburtstag verschlafen habe. Sorry du armer Blog du hast das nicht verdient. Ich singe mal ganz laut "Happy birthday tooooo youuuuu"

Jetzt habe ich mich selbst gewundert, wieviele Rezepte mit Bärlauch und Löwenzahn auf meinem Blog sind. Und es lohnt sich alle nachzukochen.

Und jetzt zu den beiden Butterrezepten.

Dieses Jahr habe ich die Bärlauchbutter so zubereitet




Bärlauchbutter

125 g Butter mit klein geschnittenem Bärlauch und Salz mixen. Oder mit einer Gabel vermengen. Kühl stellen. Man die kann die Butter auch prima portionsweise einfrieren.

Die Löwenzahnbutter war ein spontaner Einfall beim Nordic Walking. Erst zuhause habe ich festgestell, dass es viele Rezepte für Löwenzahnbutter bereits gibt. Tja selten erfindet man das Rad neu nech. Ich habe die Löwenzahnbutter so gemacht.





Löwenzahnbutter

Zarte junge Löwenzahnblätter klein zupfen. Die gelben Blüten rauszupfen. Beides mit 125 g Butter, Salz und 1 TL Honig vermengen. Ich habe Lavendelhonig aus der Provence verwendet, weil ich den noch hatte. Es geht aber auch jede andere gute Honigsorte.

Die Löwenzahnbutter schmeckt angenehm süß und passt hervorragend aufs Brot, zu Spargel zu Nudeln und sicher noch zu vielem mehr.



Und das selbst gebackene Salamibrot zu der Löwenzahnbutter und Bärlauchbutter findet ihr hier.

 
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