Samstag, 17. August 2019

Ein provenzalischer Sommerabend, mein Gartenfest mit Rezepten wie in Südfrankreich, Forelle in Alufolie gegrillt, Ratatouille und Ofenkartoffeln mit Rosmarin




Ein Gartenfest mit netten Gästen, schönem Ambiente und leckerem Essen. Und ein kleiner Ausflug in die Provence und dazu muss man nicht in Urlaub fahren. Ich habe mir den Urlaub in Südfrankreich nach Hause geholt, in meinen Garten. Dazu noch ein tolles Sommerwetter, es hätte nicht besser sein können und abends Kerzenschein und eine laue Sommernacht. Und natürlich liebe Gäste, meine Bloggerfreundinnen von den Rhein-Neckar-Bloggern. Neugierig? Dann kommt mal mit.



Unser Rhein-Neckar-Blogger Stammtisch findet jeden Monat statt. Manchmal machen wir Events, ab und zu treffen wir uns in Restaurants oder Biergärten und immer öfter besuchen wir uns gegenseitig im persönlichen Umfeld, nämlich Zuhause. Zuhause bei den Bloggern sozusagen. Das ist einfach prima, weil man reden kann was man will, ohne dass jemand zuhören kann und, ganz wichtig, weil man essen kann, was man mag. 



Mittlerweile weiß ich ganz genau, dass es bei uns immer schmeckt und das kann man von vielen Restaurants nicht immer sagen. Wir sind halt Profis giggel.



An einem schönen heißen Sommerabend fand das monatliche Bloggertreffen bei mir statt. Im Wolkenfee Zuhause also. Und anders als sonst üblich habe ich vorab mitgeteilt, was ich als Hauptgericht gerne machen will, Forelle nämlich. Ich war mir nicht sicher, ob das jeder mag. War aber so, es musste also kein Plan B her, worüber ich mich sehr gefreut habe. Treffen wir uns bei einem Blogger zuhause, dann macht immer derjenige das Hauptgericht und zwei andere bringen jeweils die Vorspeise und das Dessert mit. Und wir sprechen uns nie ab und es hat bisher immer alles super zusammen gepasst. Das ist wie Magie, Bloggermagie ;)




Jetzt bin ich ja schon einige Zeit was den Haushalt angeht sehr auf Minimalismus reduziert, dass heißt die Zeiten der 50 Teller, 100 Bestecke und Schüssel und Tellerchen etc. sind vorbei. Ich hatte also kein Tafelgeschirr. Dafür aber eine riesengroße selbstgenähte Tischdecke aus einem vor Jahren in der Provence gekauften Stoff. Somit war mein Thema klar, ein Provenzalischer Sommerabend. Das Geschirr mit dem Goldrand ist 60 Jahre alt und stammt von meinen Eltern. Ich habe es schon immer sehr gemocht und es hat zu dem Abend perfekt gepasst. Besteck hatte ich, Gläser wurden noch dazu gekauft, kann man ja immer gebrauchen und für die restliche Deko wurde der Geschirrschrank und die Blumen der Natur verwendet. Fertig, es kann losgehen.



Eine extra Station für Brot und Getränke ist immer sehr entspannend für den Gastgeber. Gläser, Weinkühler mit Eis, Brot, Brett und Messer zum Schneiden steht dann nicht auf dem Esstisch und man hat Platz zum Brot und Getränke servieren.


Für mich gehört zu einem französischen provenzalischen Abend ein kleines Amuse Geule, das heißt eine Kleinigkeit zum Essen, bevor es mit der Vorspeise los geht. 




Baguette, selbstgemachte Lavendel-Kräuterbutter und zweierlei Paté. Zum ersten Hunger stillen genau richtig. Dazu passte natürlich, war ja klar, die mitgebrachte Vorspeise von Steffi perfekt. Kleine Spieße mit Wassermelone und Feta und Spieße mit Melone und Schinken mit Heidelbeeren on top.




Als Getränke gab es Wasser, Wein und Cidre, den französischen herben Apfelwein.

Mein Hauptgericht Forelle in der Alufolie hatte ich bereits vorbereitet und die Päckchen mussten nur noch auf den Grill.

Nun ist ja Alufolie nicht sehr umweltfreundlich. Aber ich liebe Forelle in der Folie gegrillt. Ich mag es das Päckchen aufzumachen und den Duft einzuatmen. Und es ist nicht sehr angenehm, wenn im Hochsommer Fisch in die Mülltonne kommt brrr. Die Forelle kann man auf der Folie essen, danach zusammen knüllen und ab in die Tonne. 

Forelle in der Folie gegrillt

Ein Stück Alufolie zuschneiden und mit Ö einpinseln. Drauf eine geputzte Forelle legen und diese mit Salz und Pfeffer innen einreiben. Füllen mit Butterstückchen, 3 Zitronenscheiben, Basilikum oder verschiedenen frischen Kräutern und Lavendel. Die Alufolie zu einem Päckchen verschließen und darauf achten, dass kein Saft austreten kann. Auf dem vorgeheizten Grill mit geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten grillen. Ich mache immer ein Päckchen auf und schaue, ob sich das Fischfleisch leicht von den Gräten lösen lässt, dann ist der Fisch gar. Den Fisch in der Alufolie servieren.

Dazu gab es

Ofenkartoffeln mit Rosmarin

Kleine Kartoffeln mit Schale gewaschen und getrocknet mit Öl einreiben, salzen und pfeffern und mit Rosmarin auf einem Backblech verteilen. Bei 180 Grad ca. 25 Minuten garen, bis die Kartoffeln gar sind. 

und 

Ratatouille

1 EL Olivenöl in einem Bräter erhitzen. 1 klein gewürfelte Zwiebel und 2 Knoblauchzehen klein geschnitten darin anschwitzen. Gewürfeltes Gemüse dazu geben, wie Tomaten, Auberginen, Zucchini, Paprika, dazu frische Kräuter klein gezupft wie Majoran, Thymian, Oregano, Lavendel und ca. 40 Minuten köcheln lassen, bis die Konsistenz der Gemüse noch bissfest ist. 





Zum Dessert gab es Kirschcrumble mit Quark und Streuseln im Glas von Andrea. So lecker und als Mitbringsel auch super zu transportieren so im stylischen Korb.





Es war so schön und ich habe es natürlich wie immer, wenn man Gäste bewirtet, total unterschätzt. Diesmal war es die Treppe. Mein Hintern hat sich noch tagelang gefreut über die sportliche Trainingseinheit. 100 mal die Treppe rauf und runter laufen, das hat was. Die Kalorien waren jedenfalls locker abtrainiert. Es war mir eine Ehre, es war ein wunderschöner Sommerabend und das schreit nach Wiederholung. Wie gut dass der Sommer jedes Jahr wieder kommt.



Für diesen Blogpost habe ich etwas gemacht, was ich noch nie getan habe. Ich habe fremde Fotos verwendet. Tausend Dank an Jessica vom Blog Lecker macht Süchtig, dass ich deine tollen Bilder verwenden durfte. Als Gastgeber fehlte einfach die Zeit, um Fotos zu machen. Und besser hätte ich es nie gekonnt. 
Die Fotos sind so schön, einfach perfekt und zu schade, um auf der Festplatte zu vergammeln. Deshalb zeige ich sie euch gerne. 

Foto 1, Foto 2 rechts, Foto 6 rechts, Foto 8, Foto 9 links, Foto 11 rechts, Foto 12-17 copyright Jessica

Alle Fotos sind übrigens unbearbeitet, auch meine. Ich fand sie so perfekt. 




Dienstag, 6. August 2019

Wolkenfees Küchenwerkstatt goes Vegetarisch und Fisch, vom Fleischesser zum Pescetarier



Ein langer Blogpost mit viel Text. Der schwere Weg meiner Essensumstellung vom Fleischesser zum Verzicht darauf. Könnte Werbung unbezahlt und unbeauftragt enthalten, da die Region auf Bildern und im Text zu erkennen ist.

Wir schreiben Mai anno 2019. Ein Tag wie jeder andere, nur, dass ich mich morgens um 9.30 Uhr mit Wanderschuhen an den Fußen und mit Nordic Walking Stöcken bewaffnet, einen Berg im Allgäu hoch schleppe. 

Ich keuche, es ist ein steiler Anstieg, das Herz pumpt und ich fluche vor mich hin. Warum tue ich mir das an? Doch dann stehe ich vor 2 Burgruinen und alle Mühsal ist zack vergessen.







Ich liebe die Berge und ich liebe die Alpen. Dieses Hochlaufen, bis man mal oben ist auf dem Berg, liebe ich noch nicht. Das ändert sich aber grade. Dieser Blick von oben herunter entschädigt einen für alles. Für mich ist es Entschleunigung pur, dieser Blick in eine weite Landschaft.




Diese Ruhe am frühen Morgen und Kühe, Allgäuer Kühe, sonst ist niemand unterwegs. Die Kühe stehen auf dem Berg, grasen was und wo sie wollen und sind untereinander freundlich, fürsorglich und liebevoll. 





Mein Wolkenmann machte Muh und 5 Kühe muhten zurück und kamen freudig näher. Da machte es irgendwie klick so tief in mir drin.



Wir gingen den Berg wieder runter und kehrten in eine Berghütte ein. Ich bestellte ein Schnitzel Wiener Art mit Bratkartoffeln und Salat. Was dann serviert wurde war ein Tiefkühlschnitzel mit Fertigpanade noch gefroren in der Friteuse gegart (ob es ein Pressfleisch war, da bin ich mir nicht sicher), latschige, weiche, null gewürzte Bratkartoffeln mit zuviel Fett und ein Salat mit Kartoffelsalat, Blattsalat und Gurke, angemacht mit zuviel Essig. Mein Wolkenmann bekam 2 Weisswürste, eine trockene Brezel und 2 Tuben Weisswurstsenf in Plastik verpackt. 

Ja sind wir denn eigentlich noch zu retten, in unseren Körper so einen Mist reinzustopfen (und dafür noch teuer zu bezahlen), Tiere zu töten, billigste Nahrungsmittel zu konsumieren und dann schmeckt es nur nach nix, macht dick, liefert null Nährstoffe und macht uns krank. 



Mich ganz besonders, ich habe viel zu hohes Cholesterin, das sind hauptsächlich die Gene, aber wenn ich ehrlich bin auch der viele Fleischkonsum. Seit Jahren teste ich alle Arznei durch, die es dafür gibt. Statine vertrage ich nicht, egal in welchem Medikament. Und jetzt ist Schluss. Nachdem mir beim Laufen die Beine wegsackten, ich Muskelschmerzen habe, besonders in den Oberschenkeln und sich das jetzt beide Beine entlang zieht vom Po bis zu den Waden, habe ich das Medikament abgesetzt. Die Muskelschmerzen sind fast weg und ich schaffe es einen Berg hoch zu laufen ohne zusammenzuklappen, weil die Muskeln schmerzen. (Anmerkung bitte nicht nachmachen ohne ärztliche Kontrolle, das ist kein Gesundheitstipp sondern ganz alleine meine Entscheidung und es lag auch daran, dass die Medikamentendosis in der Höhe verdoppelt wurde und der Cholesterinwert noch schlimmer wurde)

Ich mag das alles nicht mehr, diesen ganzen Fleischwahnsinn und ich esse viel Fleisch, alleine das Grillen im Sommer fast jeden Tag Fleisch und fast jeden Tag Wurst oder Salami oder Schinken aufs Brot. Damit ist jetzt Schluss, ab heute esse ich kein Fleisch mehr. Ich muss und ich will. Ich muss wegen meiner Cholesterinwerte und dem Weglassen der Medikamente und ich will, weil ich die Tiere lebend sehen will und nicht tot auf meinem Teller und weil ich nicht mehr will, dass sie leiden müssen. 

Die Kühe im Allgäu haben noch ein schönes Leben im Freien aber das ist wohl die Ausnahme. Auf der Autobahn auf der Hinfahrt haben wir zwei Schweinetransporter überholt, in 3,5 Stunden, das ist doch nicht zu fassen.

Adios Schweineschnitzel, Hähnchen, Kalb (esse ich sowieso nicht mehr seit Monaten), Wild (esse ich 2x im Jahr, kann weg), Hase und Kaninchen (esse ich seit 30 Jahren nicht), Ente (Entenbrust adieu), Rinderfilet (das fällt mir schwer, denn das liebe ich wirklich, mal schauen, ob ich es vermissen werde, gab es eh nur maximal 4x im Jahr, kann also eigentlich weg)

Wiener Würstchen, Schinken roh und gekocht, Lyoner, Salami, Pilzwurst... oha das wird schlimm. Aber damit fange ich sofort an. Wenn es ohne nicht geht, dann muss eine vegetarische Alternative her. Grillen im Sommer mit nur Gemüse, das wird eine Herausforderung.

Meiner Gesundheit und den Tieren zuliebe, ich starte jetzt, heute, sofort und immer wenn ich rückfällig zu werden drohe, dann erinnere ich mich an eine Situation, die sich mir tief ins Gedächtnis eingeprägt hat. Wolkenmann steht auf einer Almwiese vor Kühen und ruft sie. Sie kommen bis an den Zaun und eine Kuh leckt ganz vertrauensvoll seine Hand ab. Da sagte mein Mann "Du bist mein Freund und ich esse keine Freunde".

Diese Entscheidung ist mittlerweile 3 Monate her, es hat sich eingependelt das Essen ohne Fleisch, aber leicht fiel es mir nicht. Und zwei Rückfälle hatte ich auch. Was ich sofort umsetzen konnte, ich habe auf Wurst verzichtet und das fiel mir erstaunlicherweise leicht. Ich esse sowieso sehr gerne Käse oder Quark.

Seit 3 Monaten lebe ich vegetarisch, allerdings esse ich Fisch und Meeresfrüchte, ich bin jetzt also ein Pescetarier, ha, hört sich doch gut an. 

Ich liebe Pasta und habe schon immer sehr viel Nudeln gegessen. Ohne Nudeln oder Kartoffeln oder Reis zu essen und ohne Fisch und Meeresfrüchte würde ich das Essen ohne Fleisch auch gar nicht schaffen.

Da ich Ersatzprodukte für Fleisch nicht besonders lecker finde und ich meinen Ernährungsstil nicht sehr ändern möchte, war es und ist es auch jetzt noch nicht einfach lecker zu kochen und zu essen. Aber, ich habe mittlerweile einige leckere Rezepte entwickelt, das fehlt Fleisch gar nicht. Und tataaaa auch für Rinderfilet jawoll. 

In meinem Blog gibt es natürlich schon viele vegetarische Rezepte, 328 um genau zu sein. Ihr findet sie rechts in der Sidebar auf dem Blog unter dem Label vegetarisch oder hier klick 

Aber Rezepte mit vegetarischem Ersatz für Fleisch, ohne Fertigprodukte zu verwenden, die gibt es noch nicht viele. Ich teste und koche und probiere aus und wenn ich ein leckeres Rezept gekocht habe, dann kommt es auf den Blog.

Bisherige vegetarische Rezepte mit pflanzlichen Ersatz für Fleisch


Veggie Bolognese, vegetarische Bolognese ohne Hackfleisch
Grünkernfrikadelle, der vegetarische Hamburger
Vegetarische Enchiladas
Chili sin Carne
Wok vegetarisch


Wolkenfee goes vegetarisch & Fisch. Ihr wundert euch vielleicht, warum ich erst 3 Monate nach diesem Entschluss das poste. Ganz einfach, ich war mir nicht sicher, ob ich es wirklich schaffe ohne Fleisch zu leben. 






Mittwoch, 31. Juli 2019

Tu es einfach oder lass es bleiben aber denke nicht immer nur darüber nach. Ein ganz persönlicher Post



Tja, nun sitze ich hier vor meinem Computer und habe keine Ahnung, was ich jetzt schreiben werde. Das passiert mir oft, aber die Hauptsache ist, ich sitze hier und schreibe jetzt einfach los.

Denn mir ist in den letzten Monaten eines ganz klar geworden. "Tu es einfach oder lass es". Aber denke nicht ewig drüber nach und tu nix. Ich bin nämlich so ein "Ewig Denker und nix tun Mensch". Weil ich denke.... bis ich denke das wird nix. Wer das jetzt versteht der versteht mich, Glückwunsch. Man muss das nicht verstehen, ich habe es kapiert, das passt dann schon.


Die Frage ist weiter Bloggen oder sein lassen. Und ich weiß, das ist jetzt nichts Neues, aber ihr dürft nicht vergessen, dass es sauviel Arbeit, Zeit, Energie und Liebe kostet das Bloggen und wenn man es so wie ich ohne Kooperationen und für Null Geld macht, dann muss  man schon sehr viel Liebe dafür habe. Also darf man ab und zu mal drüber nachdenken, nech.

Es hat sich viel verändert, seit ich im April 2010 diesen Blog angefangen habe zu schreiben. Ich habe euch so viele Rezepte hier gelassen und ich weiß, dass viele von euch einige meiner Rezepte sehr lieben. Das ist aber auch kein Wunder, denn ich sage das jetzt aus vollem Herzen und meinetwegen auch voller Arroganz, meine Rezepte sind gut, sehr gut, wenn man den gleichen Essensgeschmack hat wie ich. Denn, nicht alles schmeckt jedem, das ist völlig normal. 

Was ich aber aus vollem Herzen sagen kann, alle Rezepte, die ihr hier in meinem Blog findet, die sind für mich super, ich mag sie alle, liebe sehr viele, koche oder backe viele immer wieder. Alle meine Rezepte sind Rezepte, die ich immer wieder kochen oder backen würde. Ich muss das jetzt mal so sagen, denn ich hätte viel viel viel viel mehr posten können, wenn ich einfach alles, was ich gekocht oder gebacken habe gebloggt hätte. Das war aber nie der Sinn meines Blogs. Ich wollte eine Rezeptebank, auf die ich zugreifen kann mit meinen Rezepten sonst nix. 

Und ihr werdet es nicht glauben, aber ich greife auf meinen Blog und die Rezepte zu. Wenn ich im Supermarkt oder auf dem regionalen Markt stehe und ich die derzeit saisonalen Zutaten sehe, dann kommt mir ein Rezept in den Sinn und ich gehe auf meinen Blog, suche das Rezept und kaufe die fehlenden Zutaten dazu ein. 

Also ich sags mal so "Blogziel für mich erreicht" 

Könnte also aufhören, wenn es nur um mich gehen würde.

Aber irgendwie kommt ja immer was dazwischen muahaha.


Bei mir war es der wöchentliche Abstecher auf ein Bücherregal in einem Kaff, in der Nähe von uns. Öffentliche Bücherregale gibt es ja viele in Deutschland aber meistens sind sie lieblos. Da sind die Leute froh, wenn sie Bücher anno 1970 los werden und so sehen die meistens auch aus. Dieses öffentliche Bücherregal hat neue Bücher, und alte nie benutzte Bücher und Kochbücher. KOCHBÜCHER. Nur durchgeblättert und nie angeguckt. Ich habe ja den Verdacht, das ist die gleiche Person, die so langsam ihren Bücherschrank räumt. Wer weiß es. 

Jedenfalls kam es wie es kommen musste, Schicksal halt. Ich traf Bocuse. Den Meister in Buchform. Bocuse à la Carte heißt das Buch. Anno 1985.  

Ein Minikochbuch in Menueform. Mit Zitaten und die haben es in sich. 

Das hier hat mich erwischt tief ins Herz

"Es ist nicht nur das Geld, das im Leben eines Menschen eine wichtige Rolle spielt sondern auch, und das ist meine ganz persönliche Ansicht, dass man mit Erfolg anderen Menschen Erfahrung und Wissen vermittelt. Wenn nur eines meiner Rezepte weiterlebt, weil ich es einem anderen Menschen näher gebracht habe, dann bin ich sehr glücklich." (Werbung unbezahlt Zitat aus dem Buch Bocuse à la Carte Französisch Kochen mit dem Meister Falken Verlag 1985)


Als Blogger weiß man gar nix, was das angeht, was rüberkommt. Zahlen bedeuten nix. Was nutzt es mir 1 Mio Betrachter auf Pinterest zu haben und keiner klickt auf den Blog. Oder Facebook, grummel, dazu sag ich nix, aber die Reichweite ist unter aller Sau, genauso wie Instagram. Reglementiert es sei denn du zahlst. Zahlst für neue Follower, für Reichweite, für Werbung für deine Posts.

Das hat mich schon irgendwie gelähmt diese Ungerechtigkeit. So ist das Leben. 

Aber es kommt ja immer darauf an, ob ich da mitmache. Nein mag ich nicht. Was nutzt mir denn, wenn ich täglich zig Klicks auf meinen Blog habe, aber keiner liest was ich schreibe. Weil Klick von Social Media drauf, zack auf dem Blog und zack weg.

Und was ist die Moral von der Geschicht (oder meinem Gelaber wie Wolkenmann sagen würde, der hört es sich aber tapfer an seit 25 Jahren :))

Ich hatte soviel Spaß mit Bloggen die ersten Jahre. Wo ist die Freude, die Leidenschaft und die Liebe dazu geblieben?

Ist sie noch da, tief in mir drin?

Ich bin bereit dies zu ergründen, meine Bloglust wieder zu entdecken. Und ich würde mich freuen, wenn ihr mich begleitet.


Und ich weiß, ich habe tolle Leser, Leser, die mich seit Beginn verfolgen, Leser die irgendwann dazu gekommen und geblieben sind. Ich weiß heutzutage kommentiert kaum jemand noch. Da ist o.k. Wenn nix negatives kommt ist alles gut.

Ich habe mich verändert und der Blog verändert sich auch. Näheres dazu im nächsten Post. Haha so baut man Spannung auf.


 
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