Freitag, 17. November 2017

Rhöner Sauerkraut-Roulade und erste Weihnachtsdekoration



Sauerkraut-Roulade? Wenn ich das Rezept nur gelesen hätte, hätte ich es nie ausprobiert. Aber momentan schaue ich wieder gerne Kochsendungen im Fernsehen und Reisesendungen. Im HR-Fernsehen gab es neulich eine Folge "Lecker essen in der Rhön". Dort wurde eine Roulade nicht mit Rindfleisch sondern mit Schweinekamm zubereitet und mit Sauerkraut gefüllt. Das sah so lecker aus, ich musste es einfach ausprobieren.



Passend zum sehr rustikales Essen, aber sowas liebe ich in der kalten Jahreszeit, gibt es bei uns auch schon die erste Weihnachtsdekoration. 

Die Sauerkraut-Roulade war gut vorzubereiten und es hat wirklich sehr lecker geschmeckt.

Das Sauerkraut war für die Füllung zuviel. Ich habe es dann gekocht und als Beilage dazu gereicht. Der Senf hat den kleinen Kick dazu gegeben, um aus lecker hammerlecker zu machen.


Rhöner Sauerkraut-Roulade

abgewandelt nach einem Rezept vom HR Fernsehen

4 Personen

Schweinekamm, ca. 800 g. Ich habe 1 kg am Stück mit Knochen gekauft, den Knochen entfernt und 4 Scheiben daraus geschnitten.

500 g Sauerkraut, wenn man den Rest nicht als Beilage serviert langen auch 250 g.

2 Zwiebeln, halbiert und in Würfel geschnitten

Suppengemüse (Sellerie, Karotte, Lauch etc.) in Würfel geschnitten

Weisswein

4 EL Senf für das Sauerkraut
Senf nach Wunsch für die Rouladen
Salz, Pfeffer, Zucker, 2 Lorbeerblätter, Kümmel nach Geschmack
0,5 Liter Bratenfond

Die Schweinekammscheiben zwischen Gefrierbeutel legen und plattieren.

Zwiebel, Sauerkraut, Senf, Salz, Zucker, Pfeffer und Kümmel mischen.

Die Fleischscheiben mit Salz und Pfeffer würzen und mit Senf bestreichen. Die Sauerkrautmischung jeweils im vorderen Drittel auf dem Fleisch verteilen und als Rouladen zusammenrollen.

In eine ofenfeste Form (Bräter, Kasserolle etc.) legen und 100 ml Wasser, einen Schuss Wein, Lorbeerblätter und Suppengemüse dazugeben.

Bei 160 Grad im Ofen ohne Deckel ca. 1 Stunde garen. Je nach Dicke des Fleischs kann das auch etwas länger dauern.

Die Rouladen herausnehmen und wieder im Ofen warm stellen.

Den Bratengrund durch ein Sieb in einen Kochtopf passieren. Mit Fond auffüllen und einreduzieren lassen. Mit Stärke abbinden und abschmecken mit Salz und Pfeffer.

Dazu gab es Knödel und gedünstetes Sauerkraut.

Samstag, 21. Oktober 2017

Rotkraut ganz klassisch gedünstet mit Wild vom Grill




Neulich kam mein Wolkenmann nach Hause und hatte 2 riesige Kohlköpfe unterm Arm. Frisch vom Bauern vom Feld geschenkt. Hach da freu ich mich immer, wenn ich Gemüse ohne Pestizide bekommen kann und dann noch einfach so ungeplant.

So jetzt habe die beiden Kohlköpfe, Rotkohl und Weisskohl, erstmal im Kühlschrank verstaut und dann überlegt, was ich daraus koche. Bei einem 2 Personen Haushalt kann man von 2 riesigen Kohlköpfen schon locker mal 1 Woche essen.

Und das habe ich daraus gemacht

Tag 1: Rotkraut gegrillt mit Jakobsmuscheln hier

Tag 2: Rotkraut ganz klassisch wie bei Oma, mit gegrilltem Wildschwein und Reh dazu, das gibt es heute auf dem Blog




Tag 3: Das Rotkraut schmeckt am nächsten Tag noch viel besser, da gab es Fisch und Kartoffeln dazu

Tag 4: Nochmals Rotkraut mit gegrilltem Wild (wie immer zuviel eingekauft) diesmal mit Kartoffelklössen und Soße

Tag 5: Krautsalat mit Speck, wie man ihn früher machte mit nix dazu.

Tag 6:  Und meine absolute Lieblingssuppe im Herbst die Bauernsuppe mit Weisskohl hier

Tag 7: Nochmals Bauernsuppe

Oh je, wenn ich das hier so lese habe ich doch einen sehr pflegeleichten Wolkenmann giggel. 

Also wenn es nach mir ginge, dann hätte ich einen sehr einfachen Essensplan. Sonntag feudal kochen, Montag Reste essen, Dienstag Spaghetti, Mittwoch Suppe, Donnerstag Rest Suppe, Freitag was mit Fisch und Kartoffelsalat und Remouladensoße, Samstag kreatives Resteessen mit Salat oder Gemüse und mit allem was weg muss. Alternativ Milchreis, Risotto, Essen gehen. Fertig.

Toller Plan nech, dann hätte ich aber wohl keinen Foodblog hmpf. Es wäre so einfach, macht nur keiner mit. O.K. dann koche ich mal weiter.




Rotkraut ganz klassisch gedünstet mit Wild vom Grill

nach einem Rezept aus dem Kochbuch Omas Leibgerichte

Ca. 1 kg Rotkohl in dünne Streifen schneiden. Mit Salz bestreuen und mit 100 ml Weissweinessig begießen. Durchmengen, abdecken und ca. 2 Stunden ziehen lassen, dabei ab und zu umrühren.

250 g Äpfel am besten etwas säuerliche, und 2 Zwiebeln schälen, entkernen und würfeln. 2 EL Butter zerlassen und die Zwiebeln und Äpfelwürfel darin andünsten. 1 EL Zucker dazugeben und karamellisieren lassen.

Rotkohl zufügen, 2 Lorbeerblatt, 3 Nelken, 2 zerdrückte Wacholderbeeren dazu, mit 200 ml Weisswein aufgießen, Deckel drauf und bei kleiner Hitze ca. 45 Minuten garen lassen. Je nach Rotkraut kann es auch länger dauern. Die Gewürze entfernen, mit Salz und Pfeffer würzen.

Normalerweise gehört laut allen Rezepten, die ich kenne, Rotwein an den Rotkohl. Ich hatte aber nur Weisswein und tataaaaa. Das Rotkraut sah nicht dunkel aus, war nicht vermatscht sondern hatte eine ganz tolle rötliche Farbe. Ich mache das Rotkraut nur noch mit Weisswein.

Dazu gab es Wild vom Grill. Unser Metzger hat ab und zu Wild von heimischen Jägern im Programm, sehr selten und wirklich klasse. Wir haben einfach zwei kleine Stücke Hirsch und Wildschwein auf den heißen Grillrost gegeben. Die Dauer so ca. 5 Minuten insgesamt, der Hirsch war butterzart, das Wildschwein würde ich nicht mehr kaufen, ist Geschmackssache, mir war das Fleisch zu fest. Dazu Baguette und Kräuterbutter und hmmmm.



Samstag, 14. Oktober 2017

Krautsalat mit Speck klassische Hausmannskost nach einem Rezept von Oma




Ohooooo ich bin manchmal genervt von diesen amerikanisch inspirierten Rezepten. Früher gab es Krautsalat und fertig. Heute gibt es Coleslaw tzzzz. 

Klar bereite ich Coleslaw auch zu, ich esse ihn auch gerne, guck mal hier, aber manchmal kann das Originalrezept einfach nicht getoppt werden. 



Ich liebe deutsche Hausmannskost und vor allem alte Rezepte. Die kann man so schön abwandeln, so an die heutige Zeit anpassen. Manche Rezepte sind aber so gut, das geht einfach nicht besser. 

Letztes Jahr habe ich mir ein Kochbuch gekauft, das klang so unspektakulär. Mittlerweile habe ich schon zig Rezepte daraus gekocht und bin schwer begeistert. Die Rezepte stimmen, was ja nicht immer der Fall ist, schmecken sehr lecker und sind authentisch. 

Der Krautsalat hat geschmeckt wie früher bei Oma. Und am nächsten Tag schmeckt er noch besser. Das Rezept ist also perfekt zum Vorbereiten und am nächsten Tag ohne Stress zu geniessen, auch in großer Runde.




Krautsalat mit Speck

nach einem Rezept aus dem Kochbuch Omas Leibgerichte

1 Weisskohl ca. 800-900 g halbieren, den Strunk und die äußeren Blätter entfernen und in feine Streifen schneiden.

Den Kohl in eine große Schüssel füllen und 1 EL Salz, 3 EL Zucker, 1 EL Pfeffer, 3 EL Pflanzenöl, 80 ml Weissweinessig und Kümmel nach Wunsch verteilen. 

1 EL Pflanzenöl erhitzen und 1 klein gewürfelte Zwiebel und 200 g geräucherten Speck in Würfeln anbraten. Über den Krautsalat geben und alles gut vermengen.

Mindestens 2 Stunden ziehen lassen und ab und zu umrühren.


 
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