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Mittwoch, 12. Oktober 2011

How to do! Third: ENJOY YOUR GUESTS


Guten Morgen, heute ist der Tag der Einladung. Die Vorbereitung klick und die Planung klick sind bereits erledigt.
Es geht weiter mit dem dritten und letzten Teil von


Wie organisiere ich einen schönen Abend



Dann springe ich jetzt mal schnell aus dem Bett, kaufe Brötchen für das Frühstück und bringe auch gleich Baguette für heute Abend mit.

Die Vorspeise, meine Kürbiscremesuppe, steht bereits seit gestern im Kühlschrank und mein Dessert Nougatparfait mit glasierten Birnen
ist ebenfalls bereits fertig.

Um 19 Uhr kommen die Gäste, dann fange ich gleich mal an mit der Vorbereitung von meinem Hauptgericht 


Salbei-Schweinefilet, rote Bete und Kartoffelgratin

(es ist jetzt übrigens 10 Uhr morgens, Hund war Gassi, gefrühstückt haben wir auch schon). Außerdem mache ich noch schnell einen Kräuterquark, den es zum Aperitif geben soll.

Aber zu allererst stelle ich die Getränke für heute Abend kalt und dekantiere auch schon den Rotwein.


Stelle die Getränke für dein Menue frühzeitig kalt. Es wäre schade, wenn der gute Wein oder der Aperitif
lauwarm getrunken werden müssen. Und ein warmes Bier schmeckt auch schrecklich.

Den Kräuterquark habe ich gemacht, jetzt bereite ich das Schweinefilet vor und mariniere es. In Alufolie wickeln und ab in den Kühlschrank damit.

Die Rote Bete wickele ich ebenfalls in Alufolie und gebe sie bei 175 Grad 1 1/2 Stunden in den Ofen.
(Es ist jetzt 11 Uhr. Um 12.30 Uhr ist die rote Bete fertig.)

In der Zwischenzeit bereite ich das Kartoffelgratin vor und gebe dieses, wenn die Rote Bete fertig ist, für 60 Minuten bei 150 Grad in den Ofen. (Von 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr).

Da jetzt alles nacheinander in den Ofen kommt habe ich Zeit, das zwischenzeitlich entstandene Küchenchaos zu beseitigen und die Geschrirrspülmaschine anzustellen.

Und ich decke den Tisch für den Abend



und auch meinen separaten Aperitif-Tisch. Dort drauf kommt mein Weinkühler, 4 Sektgläser, Korkenzieher, Baguettekörbchen, 4 kleine Messer und 4 kleine Teller, 4 Servietten und eine Kerze.

Jetzt mache ich uns mal schnell was zu essen, es ist 12.30 Uhr und ich habe Hunger. Ein belegtes Käsesandwich und etwas Obst im Stehen in der Küche, weil der Tisch ja schon gedeckt ist.




Und dann gehe ich mit dem Hund Gassi, ich muss mal an die frische Luft.


Wenn Gäste eingeladen sind gibt es bei uns Mittags nur was auf die Faust. Entweder ein Stück Kuchen oder ein belegtes Brot.
Bloß nicht noch was Kochen müssen, das wäre ja fatal, alles Geschirr wieder dreckig und doppelte Arbeit. Oder man bereitet am
Vortag einen Nudelsalat usw. zu und den gibt es dann Mittags.

Rechtzeitig um 13.30 Uhr bin ich wieder in meiner Küche und nehme das Gratin aus dem Ofen und stelle es beiseite. (Oder wer einen großen Kühlschrank hat stellt es kalt. Allerdings quillt der Kühlschrank schon über). Dann schreibe ich noch schnell in meine Küchenkladde zusammengefasst übersichtlich auf 1 Seite, was ich abends noch machen muss. Also Suppe garnieren, Rote Bete und Gratin 15 Minuten vor Garende des Schweinefilets mit in den Ofen geben etc.

Jetzt habe ich Pause. Um 17.30 Uhr nehme ich die Suppe, Gratin, Rote Bete und Schweinefilet aus dem Kühlschrank, damit alles Zimmertemperatur annehmen kann. Dann gehe ich Duschen und hübsche mich mal auf.

Um 19 Uhr kommen die Gäste. Dann gibt es erst einmal den Aperitif. Um ca. 19.30 Uhr gibt es die Kürbiscremesuppe, ca. 20 Uhr das Hauptgericht. Das Schweinefilet braucht ca. 1 1/2 Stunden im Ofen, ich gebe es also um 18.30 Uhr in den Backofen. Und ich stelle meine Teller (4 Suppenteller, 4 flache große Teller) in den Tellerwärmer. (Oder die Teller 4 Minuten vor Ende des Schweinefilets mit in den Backofen stellen)

Noch 1/2 Stunde Zeit, bis die Gäste kommen. In meinen Weinkühler kommt jetzt Eis rein und die Proseccoflasche (oder zwei). Ich stelle den Kräuterquark daneben, lege geschnittenes Baguette in den Korb und mache die Kerze an. Und alle anderen Kerzen auch, inklusiv der Kerze vor der Eingangstür. Abfalleimer ist geleert und Geschirrspülmaschine ist ausgeräumt. Die Gäste können kommen.

Jetzt muss ich mir nur noch eine Uhrzeit merken: Um 19.45 Uhr muss das Gratin (das braucht noch 10-15 Minuten bis es fertig ist, ich habe es ja 10 Minuten eher aus dem Ofen genommen heute mittag) und die rote Bete zu dem Schweinefilet in den Ofen.

Um 19.20 Uhr erwärme ich die Suppe und richte sie an. Um 20 Uhr richte ich das Hauptgericht an. Das Dessert wird im Laufe des Abends serviert.


Versuche 1/2 Stunde bevor die Gäste kommen noch Zeit zu haben, um die restlichen Handgriffe zu erledigen, wie Brot anrichten, Kerzen anzünden etc. Und vor allem, kalkuliere genügend Zeit ein, um dich zurecht zu machen. Wäre ja schon mehr als blöd, wenn die Zeit nicht mehr langt und man steht triefend und schnaufend und (öhm sag ich jetzt nicht ich meine ungeduscht) vor den Gästen.

Jetzt wünsche ich einen schönen, entspannten, lustigen Abend.





Und noch etwas




Wenn du dir schon die Arbeit machst so eine Küchenkladde, ein Gästebewirtungsbuch zu führen, schreibe nach dem Abend noch rein, was nicht geklappt hat, was du beim nächsten Mal besser machen kannst, klebe Fotos rein, mache das Büchlein individuell. Ich schaue immer in meine Küchenkladden rein, ich weiss dann auch, was ich für welche Gäste beim letzten Mal gekocht habe. Nicht so toll 3 mal hintereinander Schweinefilet serviert zu bekommen, öhmm!!!

Aber wichtiger als jedes think, prepare und enjoy ist der Spass an der Sache. Geht etwas schief, nimm es locker. Viel wichtiger ist eine schöne Atmosphäre und dass die Gäste sich wohlfühlen und gerne wiederkommen.

Zu den anderen beiden Teilen der Reihe "Wie organisiere ich einen schönen Abend" geht es hier lang

Teil 1 think
Teil 2 prepare



Samstag, 8. Oktober 2011

How to do! Second: PREPARE





Die Einladungen sind raus, der Termin für einen schönen Abend und die Rezepte stehen fest, der Einkaufsplan und die Menuekarten sind geschrieben. Ich weiss auch schon, welches Geschirr ich decke und wie ich die Tischdeko mache, was ich an Kochgeschirr brauche, ob die Servietten bereits gewaschen sind und ob noch etwas fehlt weiss ich auch schon. Na prima, dann kann es ja weitergehen mit dem zweiten Teil vom Dreiteiler (den ersten Teil findet ihr hier)

Wie organisiere ich einen schönen Abend




Ohne Vorbereitung geht auch nichts!!

In meiner Küchenkladde steht jetzt bereits das komplette Menue drin, die Einkaufszettel habe ich bereits geschrieben, dann fange ich mal an mit Einkaufen. 



Vermeide möglichst dich am Tag der Einladung noch durch zig Geschäfte kämpfen zu müssen. Ich kaufe an dem Tag immer nur noch frisches Baguette ein. Alle anderen Einkäufe sind erledigt.

Das heißt, ich kaufe alle Menuezutaten 1-2 Tage vor dem Abend ein. Und zwar so:

Tage vorher alles, was noch fehlt, außer frische Zutaten.

Tag vorher die frischen Zutaten, wie Obst und Gemüse. Wieso ich nicht alles zusammen 1 Tag vorher kaufe? Weil ich den Vortag brauche, um möglichst viele Gerichte schon zuzubereiten. Und wenn ich den halben Tag mit Einkaufen verbringe, fehlt mir die Zeit dazu. Außerdem putze ich am Vortag noch das Zuhause komplett durch, damit ich am Tag der Einladung nichts mehr machen muss (außer dem Hund und sonstigen Mitbewohnern den Krempel wieder wegräumen, hüstel!!!)



2 Tage vorher kümmere ich mich auch schon um die Tischdeko, also Tischdecken und Servietten wenn nötig bügeln (bei mir immer nötig, komisch!!) Kerzen und Dekomaterial zurechtlegen oder noch einkaufen. Vielleicht fehlt ja noch eine schöne Pflanze für den Eingangsbereich oder ihr wollt noch etwas für den Tisch basteln, z.B. Serviettenringe aus Draht usw.








Bereite soviel wie möglich vor, damit du am Tag der Einladung genügend Zeit hast, dein Menue fertig zu stellen, den Tisch zu decken,
zu dekorieren und dich aufzuhübschen.

Jetzt ist der Kühlschrank voll und es geht am Vortag an die Vorbereitung der Gerichte. Das ist das Menue für meine Gäste.




Was würdet ihr von diesem Menue am Vortag bereits fertigstellen?


Stelle dein Menue so zusammen, dass du möglichst viel vorbereiten kannst. Wenn du einen Tag vorher schon zwei Gänge fertig hast,
kannst du ganz locker in den nächsten Tag und deinen wunderschönen Abend mit deinen Gästen starten. 

Tataaaa, ihr habt es sicher erraten, bei diesem Menue kann ich die Kürbissuppe und das Dessert bereits am Vortag fertigstellen.
Das Hauptgericht macht dann am nächsten Tag noch Arbeit genug.

Zu den anderen beiden Teilen der Reihe "Wie organisiere ich einen schönen Abend" geht es hier lang

Teil 1 think
Teil 3 enjoy  





Donnerstag, 22. September 2011

How to do! First: THINK




Ohne Planung gehts nichts!!!

Das ist alles, dann kann ich ja jetzt wieder aufhören, waaahhh!!!

Scherz, hier kommt der erste Teil vom Dreiteiler


Wie organisiere ich einen schönen Abend




Schaaatz, wir könnten mal wieder Gäste einladen. Wen und wann?

Kurzschaltung via Telefon: Kommt ihr? Ja klar!!!

Und dann geht es los.

Das Kopfkino

Was koche ich, wann kaufe ich was ein, wie mache ich wann was (und warum wieso tue ich mir das überhaupt jedesmal an).
Und wer mag was überhaupt nicht. Da habe ich wirklich Glück, alle meine Gäste essen alles. Die sollten sich mal trauen, sollten die mal,
was nicht zu essen.

Nach jahrelangem Kochbuchchaos kam ich irgendwann mal auf die Idee ein Organisations- und Erinnerungsbuch (Küchenkladde)
für meine Gästebewirtung zu machen. Wann, wer, was gibt es zu Essen mit Anleitungen, Deko, Fotos.

Und da sich das so klasse bewährt hat, mache ich das auch für meine beiden Blogs, ein Inspirationsbuch. Das sieht dann so aus:



Nachdem der Einladungstermin fest steht, überlege ich mir, was ich so ungefähr kochen könnte und fange dann an mich durch Rezepte zu wühlen.




Wenn du Gäste bewirtest, dann experimentiere nicht mit neuen Rezepten. Das gibt nur Stress. Koche Rezepte, die du gut kannst und experimentiere mit allerallerhöchstens nur einem neuen Rezept. Also Vorspeise, Hauptgericht ist bekannt und Dessert ist ein neues Rezept. Mehr nicht, sonst artet das immer in Chaos aus.  

Wenn ich mir die Rezepte überlegt habe, schreibe ich sie in meiner Küchenkladde auf. Handschriftlich oder wenn es zuviel
Text ist, kopiere ich die Seiten und klebe sie ein. Warum ich das so mache? Weil ich schon mit 8 Kochbüchern in der Küche stand und jedes Kochbuch war auf einer anderen Seite aufgeschlagen. Das war Stress. Jetzt schreibe ich alle Gänge in meine Küchenkladde und habe alles in einem Buch und finde alle Rezepte sofort.

Dann überlege ich mir die Menuekarte und mache sie auch gleich komplett fertig. 



So, jetzt steht der Rahmen. Dann kann es ja mit der Planung weiter gehen.

Ich koche im Kopf. Und zwar den kompletten zeitlichen Ablauf, das läuft wie ein Film ab. Für welches Rezept brauche ich welches Kochgeschirr. Welche Geräte, wie Herd, Kochfeld, Dampfgarer, Küchenmaschine werden wann benötigt.
Wenn mein Kopf o.k. sagt geht es weiter.

Welche Tischdeko mache ich, welches Geschirr decke ich usw.

Und alles schreibe ich auf, z.B. die weissen Servietten müssen noch gewaschen werden, 2 Gläser fehlen etc. 


Überlege dir die Menuekarte, Tischdeko und das Kochgeschirr, Tafelgeschirr, Besteck, Gläser, Tischdecken und Servietten Tage vorher.
Und auch was du wo wie deckst. Ich mache z.B. immer einen extra Aperitif-Tisch. Der Tisch ist komplett eingedeckt mit Sekt- oder anderen Aperitifgläsern, Oliven, Knabberzeug, Amuse-Geule oder auch mal einem Kräuterquark mit Baguette oder Schmalz. Man muss nach dem Aperitif nichts wegräumen und kann sich an den gedeckten Tisch setzen ohne Rumkramen zu müssen.

In meiner Küchenkladde sieht mein Menueablauf so aus

(Ich weiss genau, dass ihr jetzt lacht, weiss ich genau... Aber ich hasse Zwiebeln schneiden und die Motorradbrille ist genial.)

Steht der Menueplan folgt die Einkaufsplanung. 




Erstelle deinen Einkaufsplan möglichst Tage vorher. Wenn ein Produkt zu bestellen ist, z.B. beim Metzger, hast du noch genügend Zeit dafür. Unterteile deine Einkaufslisten gleich nach Orten, an denen du einkaufst. Metzger, Supermarkt, Bauernmarkt, der Bauer vor Ort usw. Dann verlierst du beim Einkaufen nicht den Überblick.

Und so sieht sie dann aus, meine Menueplanung in meiner Küchenkladde





Zu den anderen beiden Teilen der Reihe "Wie organisiere ich einen schönen Abend" geht es hier lang

Teil 2 prepare
Teil 3 enjoy






 
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