Dienstag, 11. Januar 2011

Sonntagsbraten "Black and Powder"




Irgendwie hat ja jeder so ein Kindheitstrauma, oder? Meines ist Braten am Sonntag, brrr. Jeden Sonntag musste ich als Kind in die Kirche. Kurz vor Abfahrt hat meine Mutter immer einen Braten in den Ofen geschoben, jeden Sonntag. Und als wir wieder zuhause waren gab es Braten, Kartoffeln, Gemüse oder Salat und Sauce. Immer, jeden Sonntag.

Ich esse ja nun wirklich alles und alles echt gerne aber jeden Sonntag jahrelang Braten, brr. Es gibt sicher Schlimmeres aber ich jedenfalls konnte den Sonntagsbraten nicht mehr sehen und habe ihn ignoriert. Erfolgreich, über Jahre. Aber irgendwie kommt alles wieder und ich fand ein Rezept in

"Kochbuch" von Tim Mälzer und das musste ich einfach ausprobieren. Was soll ich sagen, ich war begeistert.

Und hier das Rezept in Anlehnung an das Rezept "Kalbsbrust Black and Powder" von Tim Mälzer

Sonntagsbraten Black and Powder

ca. 1,3 kg Schweinenackenbraten

 und für die Gewürzmischung folgendes:

EL schwarze Pfefferkörner
EL Korianderkörner
1,5 EL gemahlener Kreuzkümmel
1 EL Anissaat
TL Nelkenpulver
Pimentkörner

Alles in eine Pfanne ohne Öl geben und rösten bis etwas Rauch aufsteigt.
Dann im Mörser (oder Blitzhacker) zerstossen.

1 EL Thymian
EL Majoran
EL Paprikapulver edelsüss
1/2 EL Currypulver

dazugeben und alles vermischen

Diese Gewürzmischung langt locker, um das Rezept zweimal zu kochen. Ich habe also nur die Hälfte genommen und den Rest aufbewahrt.

2 Zwiebeln und 3 Knoblauchzehen schälen und vierteln.

Das Fleisch waschen, abtrocknen und mit Salz einreiben. Mit etwas Öl bestreichen und in der Gewürzmischung von allen Seiten wenden.

Es gibt zwei Variationen der Zubereitung, je nach Backofen

1. Die herkömmliche Art:

Das Fleisch in einem Bräter in etwas Öl von allen Seiten anbraten und herausnehmen. Die Zwiebel- und Knoblauch-Viertel in den Bräter geben und goldgelb anbraten. Das Fleisch daraufsetzen und mit einer Tasse Wasser aufgießen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Umluft 180 Grad) 30 Minuten garen. Die Hitze auf 160 Grad (140 Grad Umluft) reduzieren und weitere 60 Minuten garen. Am besten ein Bratenthermometer verwenden. Bei 90 Grad Kerntemperatur oder bei der entsprechenden Abbildung des Symboles ist das Fleisch gar.

Man kann den Braten auch bei Niedrigtemperatur ca. 110 Grad ca. 3 Stunden im Ofen garen lassen.

2. Wenn man einen "Hightech-Backofen" hat geht das so

Das Fleisch in den Bräter geben und Bratautomatik 160 Grad einstellen. Das Speisethermometer in das Fleisch stechen, Einstellung 90 Grad Kerntemperatur. Nach ca. 1/2 Stunde die Zwiebel- und Knoblauch-Viertel dazugeben und 1 Tasse Wasser angießen. Wenn die Kerntemperatur erreicht ist, ist das Fleisch gar.

Dazu gab es

Salzkartoffeln, Sauce und bayrisches Kraut von hier.

Und da der Sonntagsbraten für zwei Personen zuviel ist, langte er für ein leckeres schnelles Essen am nächsten Tag, Bratenaufschnitt mit Wasabisauce



Kommentare:

  1. Liebe Anne,
    danke für deine Glückwünsche zum Geburtstag!! Und ein Tiramisu hab ich auch schon geplant:o))) ich mach meines oft mit Frischkäse anstatt mit Mascarpone, ist nicht ganz so üppig und schmeckt auch lecker! Hast du noch eine Idee fürs Hauptessen??? Hab schon einen Schnitzlauflauf oder Kartoffelgulasch gedacht, hab ein paar gute Rezepte bekommen, mal sehen... ich kann nur nicht den ganzen Tag in der Küche stehen , weil ich am Nachmittag niemanden für die Mädels hab:o)
    Liebe Grüße
    Silvia
    Jetzt schau ich mir nochmal deine Rezepte durch, du Küchenfee

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  2. Liebe Anne
    Danke für das Rezept. Darauf hätte ich jetzt so richtig Lust!!!!
    GLG Shippy

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  3. Ich musste eben beim lesen schmunzeln, wie einen doch die Kindheit immer wieder einholt. *g*

    Bei uns gibt es auch meistens am Sonntag Braten usw., das ist einfach Tradition.
    Dein Gericht schaut super lecker aus.

    Liebe Grüße Irene

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  4. Ich finde, es ist ein wunderschöner Brauch! Und mit exotischen Gewürzen bekommt der Braten einen neuen Pepp ;-)

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