Sonntag, 17. Juli 2016

Hochbeet-Impressionen oder der mediterrane Garten auf kleiner Fläche mit Tomaten, Kräutern, Salat und Gemüse



Mein Hochbeet wächst und gedeiht. Und zieht Schnecken und Läuse an hmpfffff. Aber damit muss man glaube ich als Gärtner leben. Und mir kommt nix chemisches an die Pflanzen. Ich sitze äh stehe das aus. Wenn eine Pflanze wirklich kaputt ist, dann wird sie halt leider leider entfernt

tschüss Kohlrabi, du warst ein netter Versuch :(

Bis jetzt bin ich damit ganz gut gefahren. Vor allem, wenn man sich das Wetter seit meiner Hochbeet-Planung im März vor Augen hält. Ich könnte locker den Regenwasser-Auffangwettbewerb gewinnen. Ächzt. 



Wie ich zu meinem Hochbeet kam könnt ihr hier nachlesen klick


Den edlen Spendern meiner 4 Holzkisten, meinen Nachbarn, die darin Batterien für ihre Solaranlage geliefert bekommen hatten, habe ich Tomaten versprochen. TOMATEN!!! Wenn die dann mal büddebüdde etwas reifen würden gnnnn. 

Mein Hochbeet habe ich damit gestartet, dass ich Anfang März die 4 Kisten mit Wolkenmann geschleppt habe und verwundert feststellte, dass sie PERFEKT auf die vorhandene Fläche passen, aber sowas von perfekt. Ich dachte eigentlich, ich bekomme da nur 3 Kisten hin. 


Dann tat sich erstmal nix wegen Regen und Regen und Regen und Regen und wieder Regen. Ich dachte schon die Kisten halten diese Regenmassen nie aus aber nein, brave Kisten, super Qualität, nix ist passiert, sie sahen einfach nur aus wie immer, so nach nix ;)


Dann habe ich beim Aldi durch Zufall Holzfarbe entdeckt und dachte mir, kann man ja mal testen. Und tataaa, der Knaller, aus den ollen hellen verschandelten Kisten wurden Schönheiten mit Patina. Ich bin völligst hin und weg von der Veränderung.

Jetzt musste ja irgendwie das Wasser abfließen, also haben wir (mein Wolkenmann nach guuuuutem Zureden) Löcher in den Boden der Kisten gebohrt. Danach habe ich die Kisten mit Folie ausgekleidet, Löcher rein gepiekst und das war es fürs erste. Ich habe dann mal wieder die Regenmassen abgewartet, so tagelang.


Nachdem ich mich über den Aufbau von einem Hochbeet informiert hatte, dank google, habe ich das gleich mal verworfen. Diese Anhäufung von Zweigen, Rasen, Kompost usw. bringt nur ca. 4 Wochen schnelleres Wachstum und schnellere Ernte. Da es ja regnet wie verrückt nutzt das ja mal grad gar nix. Also habe ich mich entschlossen, einfach gute Blumenerde zu kaufen und sie in den 4 Hochbeeten zu verteilen.

Samen, Kräutern Gemüsepflanzen habe ich in einem sehr guten Pflanzenmarkt gekauft und dann eingesät bzw. eingepflanzt. Zur Feier des Tages hat es kurz danach dermaßen runtergegossen, dass in 2 Hochbeeten die Samen wohl durch den Boden wieder runtergespült wurden, es wurde nämlich nix mit einem Teil meiner Planung.


Zu meiner Pflanzenplanung mache ich noch einen extra Post, wenn die Ernte was geworden ist, so wie es momentan aussieht dauert das noch. Es tut sich leider wegen ständigen Sonnenmangels recht wenig. Die Kräuter wuchern wie verrückt und die Tomaten wachsen, aber sie sind noch grün. 



Bis jetzt hat sich mein Hochbeet aber alleine wegen der Kräuter, Rucola und Salat gelohnt. Der Geschmack ist einfach klassen besser als gekaufte Kräuter im Topf aus dem Supermarkt. Und das Schöne ist, ihr könnt das auf kleiner Fläche z.B. auf dem Balkon in Töpfen gezogen, nachmachen. Wenn ich mit meinem nicht vorhandenen grünen Daumen das hinbekomme, dann kann das jeder.

Und jetzt lasse ich einfach mal Bilder sprechen. Hochbeet von März bis Mitte Juli 2016. Und ein bisschen Einblicke in das Drumherum :)











Zupft euch einige Kräuter vom Hochbeet ab, es gibt heute nämlich kein Rezept :)


Sonntag, 3. Juli 2016

Eine Prise SYLT: Dünenjause: Brunchrezepte von herzhaft bis süß von Meer bis Land




Es wird langsam Zeit die Insel Sylt zu verlassen. Zum Abschluss des Sylt Blogevents "Eine Prise Sylt: Wind und Wellen, Sand, Deich und Meer: Meine liebsten Rezepte von der Insel Sylt" hauen wir so richtig auf die kulinarische Pauke. 

Mit einer Dünenjause. Das ist ein Brunch mit allem, was das Herz begehrt. Von herzhaft bis süß, von Meer bis Land.

Ich habe eine Auswahl mit meinen Rezepten aus dem Blog zusammengestellt und es gibt zwei neue Rezepte und zwar Matjessalat und Tomate-Mozzarella mal anders ;)

Und los geht`s 

Von oben rechts bis unten links

Apple-Pancakes
Hummus und Guacamole
Currywurst
Crostini mit Tomaten
Nordseekrabben, Algensalat, Matjessalat und Friesenbrot
Rührei mit Trüffel
Gekochtes Ei mit Keta Kaviar
Feigen-Mozzarella-Salat
Lauch-Kartoffel-Cremesuppe mit Lachs
Tomate-Karotten-Radieschen-Rucola-Basilikum-Mozzarella oder Tomate-Mozzarella mal anders
Granola mit Obst und Joghurt
Milchreis mit roter Grütze
Austern 

Dazu passt noch Räucherlachs mit Meerrettichsauce, Schinkenplatte und verschiedene Käsesorten sowie Honig und Marmelade. 

Danach braucht ihr 2 Tage nichts mehr zu essen, haha. 

3 oder 4 Rezepte aus dieser Auswahl langen ja auch, je nach Personenzahl.

Und jetzt die neuen Rezepte




Tomate-Karotten-Radieschen-Rucola-Basilikum-Mozzarella

Die Tomaten, Karotten und Radieschen in Scheiben schneiden und fächerartig auf einer Platte anordnen. Mit Rucola, Basilikum und Mozzarella belegen und mit einem Dressing aus Salz, Pfeffer, Zitronen-Olivenöl und Olivenöl beträufeln.




Matjessalat

Nordseekrabben, Algensalat und Friesenbrot sind gekauft.

Für den Matjessalat

1 Doppel-Matjesfilet (ich habe holländischen jungen Matjes gekauft, der hat zur Zeit Saison) in Stücke schneiden. 2 Gewürzgurken und 1/2 Apfel würfeln. Ein daumengroßes Stück Ingwer und 2 Schalotten schälen und klein würfeln. Für das Dressing 3 EL saure Sahne, 2 EL Creme fraiche und 1 EL Zitronensaft vermischen und untermengen. Vor dem Servieren ca. 15 Minuten durchziehen lassen.

Alle Sylt Rezepte findet ihr rechts in der Sidebar unter dem Label  "Eine Prise Sylt"




Ich habe vor einigen Tagen einen schönen Beitrag über Sylt im Fernsehen gesehen. Wen es interessiert. Hier gehts`s lang.

So und wo bitte sehr bleibt der Sommer? Ich habe so viele Grillrezepte, die ich ausprobieren will. Grillen bei 17 Grad ist doof hmpf.




Montag, 27. Juni 2016

Pizza vom Grill



Zum Pizzabacken im Backofen verwende ich gerne meinen quadratischen Pizzastein. Ich habe ihn schon lange und damals online bei tchibo gekauft. Mit der Qualität bin ich sehr zufrieden. Er ist sehr schwer und dick. Zur Verwendung lege ich ihn auf den Gitterrost in die mittlere Stufe und erhitze meinen Backofen bei Ober-Unterhitze auf 250 Grad ca. 40 Min bis 1 Stunde. Währenddessen teile ich den Hefeteig in mehrere Stücke. Jedes Stück rolle ich rund aus, passend für den Pizzastein und lege den geformten Pizzateig auf Backpapier. Belegen nach Wunsch und dann mit dem Backpapier auf den Pizzastein geben. Ca. 12 Minuten backen und fertig ist eine knusprige Pizza. Das ganze mache ich genauso mit Flammkuchen. Bisherige Rezepte findet ihr hier (was für ein Service :)

Grundrezept und Pizzavariationen
It`s Pizzatime
Pizza mit Lachs, Tomaten und Rucola
Kürbisflammkuchen
Bärlauchflammkuchen
Elsässer Flammkuchen
Pizza aus Nizza


Warum ich euch das so ausführlich erzähle? Weil ich im Sommer Pizza auf dem Grill zubreite. Und dies funktioniert völlig anders. Pizza vom Grill ist hipp. Und praktisch, und lecker. Die Pizza schmeckt wie beim Italiener frisch aus dem Holzofen. Allerdings habe ich zig Versuche hinter mir und mehrere Nervenzusammenbrüche. Alle Rezepte, youtube Videos und Selbstversuche haben erstmal überhaupt nicht funktioniert. Man sollte den Pizzastein auf dem Grill erhitzen und dann die belegte Pizza draufgeben. Die liebevoll dekorierte Pizza bekam ich nicht auf den heißen Pizzastein auf dem Grill, alles zusammengeknüddelt, hmpfff. Beim nächsten Versuch bekam ich die Pizza nicht mehr vom Stein runter, festgeklebt. Zu roh, zu dunkel, Mehl mit dem ich den heißen Pizzastein bestäubte verbrannte und einiges mehr. Aber dann half mir der Zufall in Form von meinem Wolkenmann. Der hatte nämlich keine Lust sich die Finger zu verbrennen und gab den Teig auf den kalten Pizzastein, legte den Pizzastein mit der belegten Pizza auf den heißen Gasgrill, Deckel drauf, ca. 6-10 Minuten und fertig. Ich dachte noch, das wird nie was... aber dann, tataaaa die Pizza war perfekt. 

Anfang des Jahres habe ich bei Aldi Süd zwei Pizzasteine gekauft. Rund und nicht so dick, wie mein Pizzastein für den Backofen. Ich bin super zufrieden damit. Ich benutze einen großen Gasgrill, ob es mit einem Holzkohlegrill mit Deckel genauso funktioniert müsst ihr einfach ausprobieren.

Und so habe ich die Pizza vom Grill zubereitet.



Ich mache den Hefeteig immer noch aus dem Tim Mälzer Kochbuch "Born to cook". Es ist für mich der beste Pizzateig und die beste Pizzasauce. 

Pizza

für 4 Pizzen, abgewandelt und freegestylt aus "Born to Cook" von Tim Mälzer

Pizzateig

500 g Mehl
1 Prise Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Trockenhefe
ca. 325 ml lauwarmes Wasser

Alle Zutaten zu einem Hefeteig verkneten. Das klappt am besten in einer Küchenmaschine. Die Teigschüssel mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken und mindestens 30 Minuten gehen lassen. 

Tomatensoße

Für die Tomatensoße 200 ml passierte Tomaten, ca. 1-2 EL Tomatenmark, 2 kleingeschnittene Knoblauchzehen, 2 TL getrockneter Majoran oder Oregano pürieren. Mit dem Zauberstab oder in einem Mixer. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Noch soviel Tomatenmark zugeben, dass eine etwas dickflüssigere Masse entsteht.

Den Teig in 4 Teile teilen und jedes Teil passend für den Pizzastein rund ausrollen. Zum Zwischenlagern auf Backpapier legen, dann kleben sie nicht fest. 

Den Gasgrill auf 350 Grad aufheizen. Dann die Teigfladen nochmals mit mehlierten Händen von allen Seiten mit etwas Mehl bestäuben. Sie dürfen nicht mehr kleben, das ist ganz wichtig, damit sie auf dem Pizzastein nicht festkleben. Die Pizzen mit Tomatensoße bestreichen, mit Käse bestreuen und nach Wunsch belegen. (Ich habe Emmentaler gerieben, Kapern, frische Tomaten und Salami verwendet.) 

2 Pizzen auf 2 Pizzasteine legen (ohne Backpapier!!!!) und auf den Rost des Gasgrills geben. Deckel zu und ca. 8-10 Minuten grillen je nach Dicke des Teiges. Ab und zu mal nachschauen, nicht, dass die Pizza verbrennt. Mit einem Teigschaber herunterheben und servieren. 

Flammkuchen funktioniert ganz genauso nur, dass der Flammkuchen dann nicht eckig, sondern rund wird und nur ca. 3-4 Minuten dauert, da der Teig ja dünn ausgerollt wird ;)