Sonntag, 17. Dezember 2017

Der vergoldete Hund, eine Weihnachtsgeschichte




Meine Weihnachtsgeschichte handelt von Goldimplantation bei Hunden. Ich erzähle euch eine tierische Weihnachtsgeschichte. Eine wahre Geschichte über einen vergoldeten Hund. Der Hund ist Jim, mein über alles geliebter deutscher Schäferhund. 



Jim ist im Juli 2008 geboren. Als kleiner Schäferhundwelpe war er tapsig, süß und entwickelte sich völlig normal. Die etwas seltsame Stellung seiner linken Vorderpfote fand ich eher niedlich. So den Fuß nach außen gedreht. Sehr süß, wir dachten, das ist normal. 



Dann kam im Mai 2009 die Diagnose Ellenbogengelenksdysplasie kurz EDS bei einem 10 Monate alten Hundewelpen. 



Nur dadurch erkannt, dass wir alle Untersuchungen machen ließen, unter anderem auch das Röntgen der Gelenke. Bei einem Schäferhund hast du ja immer Angst, er könnte eine Hüftdysplasie haben, also Probleme mit den Hüften, mit dem Ellenbogen, darauf wären wir nie gekommen. In beiden Fällen besteht eine Fehlentwicklung im Gelenk, bei Jim bedeutete das, dass sich im Gelenk seit Geburt eine Lücke befindet, das Gelenk schließt nicht richtig. Im Alter entsteht dadurch Arthrose, Veränderungen der Knochenstruktur, der Hund humpelt, hat Kreuzschmerzen, leidet von Jahr zu Jahr mehr.



Unser Hund ist ein sehr quirliger Hund, spielt gerne, rennt gerne, geht gerne Gassi. Wenn du mit so einer Diagnose vom Tierarzt nach Hause kommst, verstehst du erstmal gar nix. Ich möchte jetzt keinem Tierarzt zu Nahe treten, aber die Erfahrung, die ich gemacht habe, ist einfach nur enttäuschend. Es sagt dir niemand die Wahrheit, keinerlei Information über den Krankheitsverlauf. Im Gegenteil, es wird beschönigt und dir die Schuld gegeben. Beim ersten Röntgenbild hieß es, das wächst noch zusammen. Nicht springen lassen, ruhig stellen (bei einem 4 Monate alten Hund, äh ja) falsche Ernährung, zu viel gefordert, usw. 



Ich schreibe diesen Artikel, weil ich denke, die Erfahrung, die ich gemacht habe, haben viele Hundebesitzer vor sich. Es ist unglaublich, wie viele vor allem große Hunde diese Erkrankung haben. Und die meisten leiden bis zu ihrem Tod. Weil man einfach keine Hilfe bekommt und nicht weiß, was man machen kann. Deshalb erzähle ich euch heute meinen Weg und den von meinem Hund Jim.



Ich hasse Medikamente, immer schon. Und vor der Einnahme auch nur eines Kopfschmerzmittels überlege ich mir das ganz genau. Seit Jahren befasse ich mich mit Alternativen zur klassischen Medizin und ich denke, ich bin rein instinktmäßig darin nicht schlecht. Globulis, Bachblüten, Pflanzenextrakte, immer noch nicht anerkannt und man muss alles selbst zahlen, aber ich weiß, dass es wirkt. Und deshalb gehe ich bei jeder Diagnose, auch bei meinem Hund, erstmal von alternativen Möglichkeiten aus. Nur im Internet findest du fast nichts dazu. Was nicht ist, darf nicht sein. Hunde bekommen Spritzen, Medikamente, Operationen und das war es. Und seien wir doch mal ehrlich, Geld regiert die Welt, auch in dieser Branche. So traurig es ist. Habt ihr jemals einen Tierarzt erlebt, der Globuli empfiehlt oder eine Alternative zu klassischen Medikamenten? Ich nicht.



Ich habe mir lange überlegt, ob ich überhaupt diesen Post schreiben soll. Aber hätte ich im Internet in jahrelanger Suche nicht alternative Ideen gefunden, mein Hund wäre heute nicht schmerzfrei. Und ich denke, wenn ich schon die Möglichkeit habe ein breites Publikum zu erreichen und auch nur ein bisschen zum Umdenken anzuregen oder auch nur einem Tier damit zu helfen, dann ist es das wert. Es muss ja keiner glauben, es ist einfach nur meine Erfahrung. Wissenschaftlich nicht erwiesen, ohne Garantie, da jeder Krankheitsverlauf auch bei Tieren anders ist. Also, ich schreibe diesen Post ohne Empfehlungen, Produkt-Verlinkungen und Nebenwirkungen. Es soll eine Anregung sein, eine Alternative, den passenden Tierarzt oder die passenden Medikamente müsst ihr selbst finden. Ich übernehme keinerlei Haftung.  



Jim ist heute kurz vor Weihnachten 2017 also 8 Jahre nach der Diagnose ein seinem Alter entsprechend gesunder, quirliger, lebensfreudiger Hund ohne Schmerzen. Das glaubt man nicht, wenn man ihn laufen sieht, er humpelt nämlich immer noch. Aber er verspürt keinen Schmerz dabei.

Sieht halt seltsam aus, das ist mir aber völligst egal. Mein Hund kann rumlatschen wie er will, Hauptsache er hat keine Schmerzen und es geht ihm gut. Schön ist immer relativ auch bei Tieren.



Der Krankheitsverlauf wurde immer schlimmer. 2012 war es so, dass er morgens nach dem Aufwachen nicht aufstehen konnte. Er krachte mit seiner linken Pfote ein und fiel wieder hin. Wenn er sich dann bewegte wurde es im Laufe des Tages besser, er humpelte aber immer und manchmal fiel er fast um, weil er das Gleichgewicht nicht ausbalancieren konnte. Jim ist ein tapferer Hund, er jammerte oder heulte nie, aber ich sah ihm an, welche Schmerzen er hatte. Und kein Tierarzt konnte helfen, außer Schmerzmittel zu verschreiben, die ich aber nur im äußersten Notfall verabreichte.

Ich habe dann etwas gefunden, was meinem Hund über 3 Jahre lang geholfen hat. Ein grünes Pulver, was man in das Fressen mischt. Arthro Green (bitte googeln) mit Grünlippmuschel. Ein Ergänzungsfuttermittel zum Aufbau der Gelenkknorpel und Gelenkschmiere bei Tieren. Für Hunde, Katzen, Pferde geeignet. 100% natürliche Inhaltsstoffe. Das Extrakt besteht aus 30% neuseeländische grünlippige Zuchtmuschel. Fragt mich nicht, ich werde es nie verstehen, aber diese Muscheln haben etwas, was gegen die Gelenkkrankheit wie Arthrose hilft. Die anderen Inhaltsstoffe zähle ich jetzt nicht auf, es ist alles natürlich, ohne Nebenwirkungen.

Jim bekam diesen Pulver täglich in sein Futter und es ging ihm gut, die Schmerzen wurden weniger, die Bewegungsfreude kam wieder, es hat ihm 3 Jahre lang geholfen.

Natürlich war mir klar, dass das nicht auf Dauer die Arthrose aufhält, so naiv bin ich nicht. Aber es hat den Krankheitsverlauf unglaublich lange rausgezögert und dafür liebe ich dieses Wunderpulver.



2012 fand ich im Internet zum ersten Mal eine Möglichkeit, meinem Hund auf Dauer zu helfen. Die Goldimplantation bei Hunden. Seit 2009 wird diese Operation in Amerika durchgeführt und damals war das in Deutschland noch eine sauteure Operation und man wusste noch nicht so genau, ob es wirklich hilft. Aber ich lege meinen Hund nicht unters Messer, wenn ich mir nicht ziemlich sicher sein kann, dass es ihm hilft.

3 Jahre später war es ein erprobtes Verfahren, wird von einigen Tierärzten und Tierkliniken in Deutschland angeboten und ich konnte nur positive Erfahrungsberichte finden. Selbst wenn es nichts hilft, schaden kann es dem Hund nicht. Da es Jim Ende 2015 wirklich schlecht ging, haben wir kurz vor Weihnachten bei einem Tierarzt, der sich mit dieser Methode einen Namen gemacht hatte und nur gute Ergebnisse erzielte, einen Termin vereinbart. 1 Tag später haben wir unseren Hund operieren lassen. Der Tierarzt war für uns ein Glücksfall, ich hatte keinerlei Zweifel, dass alles gut wird und das wurde es auch. Und die veranschlagten Kosten waren sehr fair.

Jim bekam Röntgenaufnahmen gemacht und uns wurden die Schmerzpunkte erklärt. An jeden dieser Punkte wird Golddraht implantiert. Ihr müsst euch das so ähnlich wie Akupunktur vorstellen. Ein Punkt der Wirbelsäule wird durch einen Golddraht mit einem Punkt des Knochengelenks verbunden. Gold leitet das Schmerzgefühl nicht weiter. Ich bin kein Mediziner und verstehe es so richtig bis heute nicht, ich weiß nur, dass es funktioniert und in Amerika auch Menschen damit operiert werden. Jim hat jetzt also Goldfäden im Körper im Wert von mehreren Hundert Euro im unteren 3 stelligen Bereich. Ein teurer und vergoldeter Hund.

Wir haben damals auf einen bereits gebuchten Winterurlaub in der Bretagne verzichtet und würden es immer wieder machen. Die beste Entscheidung, die wir für unseren Hund treffen konnten.

Die Operation dauerte bei unserem Hund ca. 1,5 Stunden und wurde von zwei Tierärzten durchgeführt. Dann kam er in einen Narkose-Aufwachraum und wir waren dabei, als er wieder zu sich kam. Er konnte sich sofort bewegen. Langsam mussten wir das Gassi gehen aufbauen aber das war überhaupt kein Problem. So unkompliziert hätte ich mir diese ganze OP niemals vorgestellt.



Er sah natürlich nicht schön aus, mit so einem geschorenen Rücken, aber das Fell wächst ja nach.

Jim musste dann noch 10x auf ein Unterwasserlaufband, sozusagen eine Physiotherapie, denn durch das jahrelange schiefe Laufen, wusste er gar nicht mehr, wie richtig Laufen geht. Wasser fand er nicht so lustig und dieses Laufen auf dem Laufband auch nicht. Ich sehe heute noch dieses Hundegesicht vor mir, völligst verzweifelt. Aber wir haben es durchgezogen und der Hund auch. Danach gab es immer viiiiiele Leckerlis.

Und heute, er humpelt, wie früher auch, aber er rennt, geht Gassi, knickt nicht mehr ein, hat soweit ich das erkennen kann keine Schmerzen mehr. Es geht ihm gut.



Mein Weihnachtswunder 2015. Und 2017 kann ich nur sagen, es gibt für alles eine Lösung, man muss sie nur finden. 



Mit diesem Post ist es goldig geworden, Goldkugel an Hund vor Christbaum, Gold im Hundekörper, goldige Aussichten für ein langes schmerzfreies Hundeleben. Und mein Beitrag zum Monatsthema Dezember "Ein Hauch von Gold" der Rhein-Neckar-Blogger



Jim gibt Pfote und bedankt sich, dass er Teil dieses Posts sein durfte.




Und ich schließe diesen Post mit meinem Lieblingszitat aus "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint Exupéry "Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast"



Und für mich gibt es nichts Wertvolleres als der treue dankbare Hundeblick aus Jims Hundeaugen.

Ich wünsche euch mit meiner Weihnachtsgeschichte ein wunderschönes Weihnachtsfest 2017.

Bis dann

Anne

Kommentare:

  1. Ach Anne, du bist so klasse ☺️ Ich finde deinen Beitrag richtig toll und freue mich so für Jim. Vielleicht kann nicht jeder nachvollziehen welche Wege und welchen Aufwand man für seine Vierbeiner geht aber von mir hast du die volle Hochachtung. Ich würde es mit der gleichen Beharlichkeit für unsere zwei Langnasen tun.
    Liebe Grüße
    Jessica

    AntwortenLöschen
  2. Oh, mein Gott... Das geht zu Herzen, meine Liebe... Ich glaube fast, ich musste mir ein Tränchen verdrücken! Schön, so schön, dass es eurem Jimmy nun wieder gut geht!!! Ich wünsche eurem Hundi und euch noch viele tolle gesunde Jahre zusammen!
    Liebe Grüße,
    Yushka

    AntwortenLöschen
  3. Vielen Dank für diesen Post, falls je,and in einer ähnlichen Dache Hilfe braucht, speichere ich ihn ab.
    LG Hanne

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vor allem das Pulver ist fürs erste einen Versuch wert. Bei Pferden wird das bereits mit großem Erfolg ins Futter gemischt. OP ist immer die letzte Lösung, aber es ist toll, dass man in der heutigen Zeit diese Möglichkeit hat. GGLG Anne

      Löschen
  4. Liebe Anne,
    ein wirklich toller Bericht, der - zusammen mit den Fotos und den dankbaren Blicken von Eurem Jim - direkt ins Herz geht. Ich habe ihn schon vor ein paar Tagen gelesen und komme jetzt erst zum Kommentieren, aber ich habe zwischendurch immer wieder daran gedacht. Eure Entscheidung, nicht locker zu lassen und auch abseits der üblichen Wege zu recherchieren und zu probieren, war GOLDrichtig! Und das Zitat aus dem "Kleinen Prinz" in Verbindung mit Eurer Geschichte hat mich tatsächlich zu Tränen gerührt.
    Ich wünsche dem Süßen, oder sollte ich besser sagen, dem GOLDigen noch viele schmerzfreie Jahre mit Euch.
    Alles Liebe und Frohe Weihnachten,
    Marion

    AntwortenLöschen

 
/>