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Samstag, 15. Februar 2020

Kaspressknödel, Kochen wie in den Bergen




Ich liebe ja die herzhafte Alpenküche und eigentlich war ich mir ganz sicher alle Rezepte zu kennen. Dachte ich aber nur. Wahrscheinlich bin ich völlig out, weil ich schon ewig nicht mehr Skifahren war. Das Rezept der Kapressknödel gibt es nämlich anscheinend auf Skihütten. In Restaurants habe ich es jedenfalls noch nicht auf einer Speisekarte entdeckt.




Was für ein Glück, dass es die Rhein-Neckar-Blogger gibt und wir uns reihum jeden Monat bei einer anderen Boggerfreundin treffen. Bei Simone habe ich zum ersten Mal die Kaspressknödel gegessen und ich fand sie super lecker.

Da bei mir öfters Weißbrot oder Baguette übrig bleibt, hatte ich mir vorgenommen beim nächsten übrig gebliebenen Brot die Knödel zu machen. 

Das Wetter musste auch noch unbedingt ganz mies sein, dann hat man mehr Lust auf urige Küche. Schnee war leider nicht aber Regen tut es notfalls auch :)

Ich weiß nicht, wie Simone die Kaspressknödel zubereitet hat, ich habe einfach mal nach Intuition gekocht und heraus kam ein sehr leckeres Rezept.





Kaspressknödel

von 250 g 1-2 Tage altem Baguette die Kruste entfernen und das Baguette in grobe Würfel schneiden.

150 g grob geraspelten Bergkäse und 125 ml lauwarme Milch untermischen.

2 klein gewürfelte Zwiebeln in 80 g Butter andünsten und mit der Masse vermengen.

4 Eier untermischen.

4 kleine am Vortag gekochte Pellkartoffeln schälen, zerdrücken und mit der Masse vermengen.

Mit Salz, Pfeffer, geriebener Muskatnuss, frischem Thymian und Majoran würzen.

Zu kleinen flachen Küchlein formen und in Öl in einer beschichteten Pfanne von beiden Seiten braun brutzeln. 

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im Ofen bei 100 Grad ca. 20 Minuten nachgaren.

Dazu gab es Sauerkraut mit 2 Lorbeerblättern, 5 zerdrückten Wacholderbeeren, Kümmel, Salz, Pfeffer und einem Schuss Wasser gegart.

Das Rezept eignet sich auch prima für Partys oder mehrere Gäste. Man kann die Kaspressknödel im Ofen bei 80 Grad warm halten, bis man sie servieren kann.

Das war der Wolkenfee Service für miese Tage, übrig gebliebenes Baguette und die Lust auf herzhafte Küche. Gern geschehen :)


Dienstag, 29. Oktober 2019

Hausmannskost vegetarisch: klassische Kohlroulade mit veggie Füllung und selbst gemachter Tomatensauce


Kohlroulade! Da denke ich sofort an deutsche Hausmannskost. Kohlroulade aus Weißkohl zubereitet mit einer Hackfleischfüllung, leckerer selbstgemachter Sauce und Kartoffelpüree, mmmhhh. 



Nun muss das ganze auch vegetarisch funktionieren. Ich esse nämlich sehr gerne Kohlroulade und wollte darauf nicht verzichten müssen. Und tataaaa mit roten Linsen und Gemüse wurde es ein super leckeres Rezept für eine Kohlroulade mit vegetarischer Füllung. Und auch bei diesem Rezept hat mir jetzt das Fleisch nicht gefehlt.

Schmeckt, wie immer bei solchen Schmurgelrezepten am nächsten Tag noch besser.




Kohlroulade mit vegetarischer Füllung

Für 6 Kohlrouladen

1 Zwiebel schälen, halbieren, klein würfeln und in 2 EL Olivenöl andünsten. 1/2 TL Korianderkörner und 1 rote Chili entkernt, klein geschnitten, frisch oder getrocknet dazu geben. Abkühlen lassen.

125 g rote Linsen in 250 ml Gemüsebrühe 15 Minuten garen, abgießen und abkühlen lassen.

Zu den Linsen folgende Zutaten geben: Die Zwiebel-Koriander-Chili-Mischung, 2 Frühlingszwiebeln klein geschnitten, 2 Stangensellerie in kleine Streifen geschnitten, 1 Stück Ingwer geschält und klein geschnitten, 1 EL Ajvar scharf, 2 EL geröstete Pinienkerne, 3 EL geriebenen Bergkäse, Salz, Pfeffer, Piment d`Espelette. Alles vermengen.

Von 1 Weißkohl vorsichtig ca. 12 Blätter ablösen. Die Weißkohlblätter kurz in kochendem Wasser blanchieren. 2 Weißkohlblätter überlappend aneinander legen, die Füllung drauf verteilen, aufrollen und mit Küchengarn zubinden.

In einem Bräter 1 EL Olivenöl erhitzen und die Kohlrouladen darin von allen Seiten vorsichtig anbraten, bis sie leicht braun sind. 1/2 Liter selbst gemachte Tomatensauce dazu geben und im 200 Grad vorgeheizten Backofen zuerst ca. 15 Minuten mit Deckel, dann ohne noch ca. 10-15 Minuten ohne Deckel garen. Eventuell noch Tomatensauce nachgießen, es soll genug Sauce für die Kohlrouladen bleiben. Dazu Reis mit etwas Currypulver vermischt servieren.

Selbstgemachte Tomatensauce

ergibt ca. 1/2 Liter

1 klein gewürfelte Zwiebel und 1 klein geschnittene Knoblauchzehe in 1 EL Olivenöl andünsten. 2 Dosen Tomaten ca. 800 g dazu geben und aufkochen lassen. Würzen mit Salz, Pfeffer, Zucker, Kräutern nach Wunsch, ich nehme gerne Majoran und Thymian, wer mag gibt noch 1 Chilischote dazu. Zugedeckt köcheln lassen so lange, bis die Sauce sämig ist. Das kann 2 Stunden dauern.

Die Sauce koche ich gerne auf Vorrat, kochend heiß in sterilisierte Gläser abfüllen, Deckel drauf und man hat immer ein schnelles Essen im Haus. Spaghetti mit Tomatensauce und Parmesan gibt es bei uns 1x die Woche. 



Bei uns blühen die Sonnenblumen und gestern war so ein schöner Tag, da musste ich beim Nordic Walking fotografieren. Und zack, direkt auf den Blog gehüpft sind die Blümchen.


Montag, 30. September 2019

Gefüllte vegetarische Paprikaschoten mit Pinienkernen und Rosinen




Gefüllte Paprikaschoten mit Hackfleisch ist ein Lieblingsessen von mir. Hier das Originalrezept. Paprikaschoten vegetarisch gefüllt zu kochen war auch eine kleine Herausforderung. Aber mir ist auf Anhieb ein leckeres Rezept gelungen. Also keine 5 Versuche ;)




Ich habe ein superleckeres Rezept kreiert und das überzeugte sogar meinen Wolkenmann. 




Die Füllung besteht aus Schafskäse, Pinienkernen, Tomaten, Peperoni und Rosinen und schmeckt sehr sehr lecker.




Dazu gibt es Reis. 





Gefüllte vegetarische Paprikaschoten mit Pinienkernen und Rosinen

4 Personen

1 Tasse Langkornreis gar kochen, abgießen, kalt abspülen und etwas abkühlen lassen.

Für die Füllung

2 EL geröstete Pinienkerne, 6 getrocknete Tomaten, 2 Cocktailtomaten, 1/2 grüne scharfe Peperoni und 100 g Schafskäse klein schneiden. Mit 1 EL Rosinen, 6 EL gekochten Reis und 1 EL Olivenöl vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Von 3 Paprikaschoten die Deckel abschneiden und die Paprika entkernen. Eventuell den Boden begradigen, dabei aufpassen, dass man kein Loch in die Paprika schneidet.

Die Paprikaschoten mit der Füllung füllen und die Deckel wieder drauf setzen.

Für die Sauce

1 Dose gehackte Tomaten (400 g) mit Salz, Pfeffer, 2 TL Kräuter der Provence und 1 EL Tomatenmark mischen und auf dem Boden einer Auflaufform verteilen. Die Paprikaschoten auf die Tomatensauce setzen und die restliche Reisfüllung auf der Sauce verteilen. Ich habe noch 4 gefüllte Weinblätter dazu gegeben. Muss man aber nicht, sie waren übrig und mussten weg.

Die Auflaufform in den auf 180 Grad Umluft vorgeheizten Backofen geben und ca. 25 Minuten garen.

Bei diesem Rezept hat mir das Hackfleisch jetzt überhaupt nicht gefehlt. Ich fand diese vegetarische Füllung sogar noch besser als mit Hackfleisch.

Und auch am nächsten Tag im Backofen aufgewärmt schmecken die Paprikaschoten noch super. 



Montag, 23. September 2019

Vegetarische Frikadelle und Kartoffel-Karotten-Püree, Hausmannskost veggie




Nach mehreren Versuchen habe ich endlich ein super leckeres Rezept für vegetarische Frikadellen gefunden. Und das bei einem Sternekoch, von dem ich gar nicht wusste, dass er einer ist. Björn Freitag hat das Rezept in der Kochsendung Lecker an Bord gekocht.

Hackfleischgerichte fehlen mir schon, ganz besonders Spaghetti Bolognese, da suche ich noch nach einer Alternative, und halt Frikadellen. Die Rezepte, die ich bisher ausprobiert habe, haben mir alle nicht geschmeckt. Die Frikadellen aus Zucchini oder Karotten oder oder... waren von der Konsistenz her zu weich und etwas fade im Geschmack.



Das Frikadellen Rezept nach Björn Freitag hat als Grundlage Kidneybohnen und die liebe ich ja. Die Frikadellen sind knackig beim Reinbeißen und man schmeckt die Bohnen nicht raus. Sehr lecker.

Ich habe das Rezept etwas abgewandelt und die Frikadellen im Ofen fertiggegart. Kurz vor Garzeitende habe ich etwas Knoblauchöl über die Frikadellen gegeben, so bleiben sie schön saftig und bekommen nochmals einen gewissen Kick.



Dazu gab es ein Kartoffel-Karotten-Püree auch in Anlehnung an Björn Freitag, der macht einen Kartoffel-Karottenstampf. Bei mir muss Sahne rein und ich mag Püree lieber als Stampf.

Als vegetarische Alternative zu Frikadellen mit Hackfleisch sind diese super. Mir hat die Fleischversion gar nicht gefehlt und das soll was heißen. Probiert es mal aus, ihr werdet überrascht sein.



Vegetarische Frikadelle und Kartoffel-Karotten-Püree

4 Personen

Vegetarische Frikadelle

1 rote Zwiebel schälen und klein schneiden. In 1 EL Olivenöl in einer Pfanne anschwitzen und mit 1 Prise Zucker karamellisieren. 

150 g grüne Buschbohnen putzen, kurz ca. 3 Minuten in kochendem Wasser blanchieren, abgießen, kalt abschrecken und in feine Streifen schneiden.

500 g Kidneybohnen in einem Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abspülen. Abtropfen lassen, in eine Schüssel geben und zu einem Brei zerstampfen. Das geht gut mit einer Gabel. Wenn noch ein paar ganze Kidneybohnen darunter sind macht das nichts, das gibt noch ein bisschen mehr Biss.

Die Zwiebel und Bohnen dazu geben sowie 1 geschälte und klein geschnittene Knoblauchzehe, 3 TL Dijonsenf, 2 EL Tomatenmark, 2 EL Paniermehl, 2 EL Mehl, 1 Ei, 3 EL Olivenöl. Alles zu einer homogenen Masse vermischen. Falls die Masse zu feucht ist Paniermehl zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. 

Zu Frikadellen formen, in Paniermehl wälzen und in heißem Butterschmalz in einer Pfanne von beiden Seiten anbraten. In eine Auflaufform setzen und im Backofen bei 140 Grad 10 Minuten garen. Die Temperatur auf 100 Grad reduzieren und garen, bis sie durch sind, ca. 15-20 Minuten. Dabei die letzten 10 Minuten das Knoblauchöl über die Frikadellen geben. (Für das Knoblauchöl 1 Zehe Knoblauch klein hacken und mit 4 EL Olivenöl mischen) Die Frikadellen schmecken auch am nächsten Tag noch lecker und lassen sich auch gut einfrieren. 

Kartoffel-Karotten-Püree

Je 500 g Karotten und 500 g Kartoffeln schälen und grob würfeln.

50 g Butter und 3 EL Olivenöl in einem Kochtopf zerlassen und das Gemüse darin anschwitzen. Mit je 1 Prise Muskat, Salz und Zucker würzen und auf kleiner Hitze mit geschlossenem Deckel schmoren lassen. Falls nötig ab und zu Wasser nachgießen, das Gemüse soll nicht am Topf ankleben.

Kurz bevor das Gemüse gar ist 1 Schuss Sahne zugeben und ohne Deckel weich garen lassen. Mit dem Stabmixer cremig pürieren.






 
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