Montag, 2. Dezember 2013

Adventskalender: 2. Türchen: Biberli mit Zitronengras-Marzipan



Das zweite Türchen öffnet heute Irene mit ihrem Blog Widmatt aus der Schweiz für euch. Und so klingt auch das Rezept, welches sie uns mitgebracht hat, schwyzerisch. Und ich weiss jetzt auch, was Znüni oder Zvieri bedeutet. Ihr nicht ? Tja, dann müsst ihr Irenes Text lesen. 

Heute darf ich hier bei Anne in ihrer Wolkenfees Küchenwerkstatt Gast sein. Herzlichen Dank dafür an dich liebe Anne. Für mich gibt es deinen Blog seit immer. Als ich nachgeschaut habe, sah ich, dass du seit dem April 2010 deine Werkstatt mit viel Liebe pflegst. Somit wurden unsere beiden Blogs zur selben Zeit *geboren*. Ich mag deine unkomplizierten, durchaus alltagstauglichen Rezepte und komme daher gerne zu Besuch. 

Bei mir in der Widmatt schreibe ich über meine Schweizer- Alltagsküche, welche ich für meine Kinder und den Lieblingsmann koche. Sehr oft gibt es auch Süsses wie Cupcakes, Motivtorten und andere Leckereien zu bewundern. Weil Backen ist meine Leidenschaft. So war es für mich auch kein Problem etwas zu finden, dass ich gerne deinen Lesern vorstellen möchte, eher hatte ich die Qual der Wahl. Ich entschied mich für diese Biberli mit selbstgemachtem Marzipan. Das entspricht meiner Küche, da ich viel und gerne selber produziere. Zudem sind Biberli ein typisches Schweizergebäck. Die bekannten Appenzeller Biberli sind mit Mandeln- oder Haselnussfüllung. Die meine Variante ist asiatisch angehaucht und hat einen tollen Geschmack durch das Zitronengras. So eignen sich diese Biberli durchaus als Weihnachtsgebäck, schmecken aber auch durchs ganze Jahr hindurch. Meine Kinder essen Biberli als Znüni oder Zvieri (Schweizerische- Zwischenmahlzeit um 9 Uhr morgens oder 4 Uhr nachmittags), zudem lassen sie sich auch sehr gut transportieren und sind bei uns daher auch oft als Proviant im Rucksack dabei.


Biberli mit Zitronengras Marzipan

Zutaten für den Lebkuchenteig:

200 Gramm Mehl
1 TL Lebkuchengewürz
1 Limette (von der Hälfte den Abrieb)
100 Gramm Akazienhonig
40 Gramm Puderzucker
1 EL Wasser
1 EL Milch
1 TL Triebsalz (Hirschhornsalz, Ammoniumbicarbonat)

Zutaten für das Marzipan:

150 Gramm geschälte Mandeln
3 Stängel Zitronengras
50 Gramm weisse Schokolade
50 Gramm Akazienhonig
1/2 EL Limettensaft
2 EL Milch zum bestreichen


Zubereitung:

Für den Teig Mehl, Lebkuchengewürz und den Limettenschale vermischen. In einer Pfanne den Honig mit dem Puderzucker und dem Wasser unter Rühren erwärmen und zum Mehlgemisch geben. Das Triebsalz in die Milch einrühren und zur restlichen Teigmasse geben. Daraus nun einem weichen, glatten Teig kneten. Diesen für 12 Stunden eingepackt in den Kühlschrank geben.


Für den Marzipan das innere, weichere der Zitronengrasstengel verwenden. Diese in kleine Stücke schneiden und mit den geschälten Mandeln und der weißen Schokolade im Cutter fein hacken. Das Ganze in eine Schüssel geben und mit 50 Gramm Akazienhonig und dem Limettensaft zu einer homogenen, kompakten Masse verkneten.
Zum Formen den gekühlten Teig auf wenig Mehl zu einem Rechteck von etwa 20x30 cm auswallen. Der Länge nach halbieren. Aus dem Marzipan zwei lange Rollen formen, die in etwa der Länge des Lebkuchen Teiges entsprechen.


Die Marzipanrolle auf die Längsseite des Lebkuchenteiges an den Rand legen, die restlichen Ränder mit Wasser einstreichen. nun den Marzipan einpacken. Ich habe den Lebkuchenteig nur minim überlappen lassen und das übrige weggeschnitten. Diese Reste habe ich zu einer Kugel geformt, welche ich mit gebacken habe. Die Eingepackten Rollen zugedeckt nochmals 1 Stunde in den Kühlschrank geben. Nach dieser Zeit die Rolle in etwa 3 cm Breite Stücke schneiden. Diese auf ein Backpapier belegtes Blech legten. Hier ist meine Empfehlung die Stücke zu legen, meine hingestellten sind beim Backen schräg umgekippt.


Vor dem Backen mit etwas Milch bestreichen. Im vorheizten Ofen bei 200 Grad ungefähr 8 Minuten backen. Auf einem Auskühlgitter erkalten lassen.
In einer Dose, gut verschlossen halten sie sich etwa 1 Woche.

E Guete
Irene

Quelle: Betty Bossi, Backen in der Weihnachtszeit

Liebe Irene, ich habe mich ganz arg gefreut, dass du bei meinem Adventskalender dabei bist, da ich deinen Blog schon lange kenne und deine Rezepte super finde. Besonders die Tortenkunst, unglaublich.



Seid ihr neugierig auf Schweizer Küche? Dann schaut mal bei Widmatt vorbei.




Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Anne
    Vielen herzlichen Dank für dein Gastrecht, das ich sehr gerne angenommen habe :)
    Ich wünsche dir einen tollen Start in die Woche.
    Liebs Grüessli
    Irene

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  2. Liebe Anne,
    und auch liebe Irene,
    vielen Dank für dieses tolle Rezept! das klingt nicht nur gut, die sehen auch wunderschön aus!
    Ich wünsch Dir noch einen schönen Nachmittag und einen gemütlichen Abend!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  3. Hallo Irene und Anna,

    ist ja irgendwie lustig, ich habe erst letzte Woche Biberle für einen Gastpost bei Barbaras Spielwiese gemacht ;-)

    Liebe Grüße,
    Barbara

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  4. Ha, jetzt finde ich das auch, danke für Irenes Link und sorry, ich komme gerade nicht so viel zum Blogs-Lesen. Barbara hat ja bei mir Biberle gemacht, die ähnlich sind, auch schon vom Wort her, aber auch wieder anders. Und jetzt diese Version, super! Zwei geniale Rezepte! :-)

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